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Petersburger Spitalpersonal im Hungerstreik

Von   /  27. März 2014  /  Keine Kommentare

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eva.- Acht Angestellte der Petersburger Klinik „Peter der Grosse“, darunter Ärzte und Pflegepersonal haben einen Hungerstreik auf unbestimmte Dauer angefangen, berichtet Fontanka.ru. Sie wollen auf diese Weise damit erreichen, dass der russische Präsident Putin von den realen Löhnen im Gesundheitsbereich erfährt.

Wie die Teilnehmer des Hungerstreiks erklärten, ist die Aktion weniger als Streik, sondern als Möglichkeit gedacht, um auf ihre miserablen Löhne aufmerksam zu machen. So erhielt eine Krankenschwester 11.500 Rubel (rund 200 Euro) und ein Arzt 16.000 Rubel (etwas mehr als 300 Euro) pro Monat. Diese Gehälter stehen im krassen Gegensatz zu den offiziellen Zahlen, nach denen sie das drei- bis vierfache erhalten und im vergangenen Jahr sogar die Gehälter stark erhöht worden waren.

Bereits am 12. März schrieb das Personal an die Administration des Präsidenten, das von dort an das Gesundheitsministerium „zur objektiven Abklärung“ weitergeleitet aber bisher unbeantwortet blieb. Das Problem der Löhne liegt bei der Neuorganisation des Gesundheitssystems, nach dem das Personal seinen Lohn neu jetzt noch von der obligatorischen staatlichen Krankenversicherung (OMS) bezieht, ohne den Zusatz aus föderalen Geldern wie früher. Die Klinikleitung hat versprochen, das Problem zu lösen.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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