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Menschenrechtlerin: Aggressive Nationalisten keine große politische Kraft in Russland

Von   /  1. November 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Laut Ljudmila Alexejewa, der Leiterin der Moskauer Helsinki-Gruppe, stellt der aggressive Nationalismus keine große politische Kraft in Russland dar. Das Moskauer Oberbürgermeisteramt hat für den Tag der nationalen Einheit am 4. November den „Russischen Marsch“ genehmigt, der in einem südöstlichen Randgebiet der Hauptstadt stattfinden soll.

Wie der Chef des hauptstädtischen Departements für regionale Sicherheit, Alexej Majorow, mitteilte, gibt es zahlreiche Anträge für Veranstaltungen am 4. November. Auf Behördenbeschluss wurden die geplanten Aktionen in zwei Gruppen eingeteilt, die dementsprechend an zwei verschiedenen Orten – im Südosten und im Nordwesten der Hauptstadt – stattfinden sollen.

In einer Pressekonferenz sagte die Menschenrechtlerin am Donnerstag in Moskau: „An dem ‚Russischen Marsch‘ nehmen vor allem rauflustige Jungs teil… Ich glaube nicht, dass der aggressive Nationalismus jetzt bei uns in Russland eine bedeutende Kraft darstellt.“
Alexejewa zufolge machen nationalistisch gesinnte Bürger in den meisten Ländern, darunter auch in Russland, etwa sieben Prozent der Bevölkerung aus.

Die Menschenrechtlerin räumte zugleich ein, dass Russland unter Fremdenhass leidet. „Aber dieser Fremdenhass ist spießbürgerlicher Natur und unterscheidet sich vom aggressiven Nationalismus… Wo die Grenze zwischen dem aggressiven Nationalismus und dem Faschismus verläuft, ist dagegen schwer zu bestimmen“, ergänzte Alexejewa.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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