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Maidan: Kundgebungen zum Jahrestag in der Ukraine und Russland

Von   /  22. Februar 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Der Jahrestag des Regierungsumsturzes in der Ukraine nach den Protesten auf dem Maidan wurde sowohl in der Ukraine wie auch in Russland mit Kundgebungen begangen. Während man den Regierungswechsel in der Ukraine als Befreiung betrachtet, fand am 21. Februar in vielen Städten Russland ein so genannter „Anti-Maidan“ statt, so auch in Moskau und Petersburg.

In Moskau wurde offiziell von 35.000 Teilnehmern an der Kundgebung gesprochen, wobei Kritiker die hohe Zahl bezweifeln und der Fernsehkanal „Doschd“ meldete, den Teilnehmern sei angeblich 300 Rubel pro Kopf fürs Mitmarschieren bezahlt worden.

In Petersburg traten nach Angaben der Organisatoren auf dem Marsfeld rund tausend Personen gegen den Maidan auf – Journalisten sprachen von 500-600 sprachen. Immerhin wurden keine „gekauften“ Teilnehmer festgestellt. Der grösste Teil setzte sich aus Mitgliedern nationalistischer Parteien und Bewegungen, sowie Armee-Veteranen.

Nach dem Absingen der Nationalhymne und einer Kampfdarbietung von Ex-Fallschirmjägern traten verschiedene Vertreter der Nationalen Befreiungsbewegung (NOD) auf. In ihren Reden verdammten sie den Westen, bzw. die USA, der es gelungen sei, sich die Ukraine einzuverleiben und nun einen ähnlichen Umsturz mit Hilfe einer „fünften Kolonne“ in Russland vorbereite.

Nebst der Bekämpfung aller „Nationalverräter“ und „Pseudopatrioten“ wurde ausserdem die Nationalisierung der russischen Zentralbank und der Rechtssprechung, sowie ein Verbot der Finanzierung von Medien aus dem Ausland, niedrige Zinssätze, ein Verbot der Erhöhung des Rentenalters sowie eine „De-Offshorisation“ verlangt. Immer wieder wurde „Russland! Freiheit! Putin!“ skandiert.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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