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Kundgebungen für und gegen ein Eingreifen Russlands auf der Krim

Von   /  2. März 2014  /  Keine Kommentare

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eva.- Nachdem der Föderationsrat Präsident Putin die Vollmacht für ein mögliches militärisches Eingreifen auf der Krim gegeben hat, haben am 2. März Protestkundgebungen stattgefunden. Vor dem „Oktjabrski“-Konzertsaal versammelte sich eine Menge von offiziell 1500 Personen, die den Entscheid und ihr „Brudervolk“ in der Ukraine unterstützten. Gesichert durch Omon-Sonderpolizei demonstrierten Mitglieder der Regierungspartei „Einiges Russland“ und der Liberaldemokraten (LDPR), sowie der diverser anderer regierungsfreundlicher Organisationen ihre patriotische Haltung.

In der Menge befanden sich die Vize-Gouverneure Igor Diwinsky und Vassily Kidschedschi, sowie der Sprecher des Stadtparlaments Vjatscheslaw Makarow und der Abgeordnete Vitali Milonow, beides Mitglieder der Putin-Partei „Einiges Russland“. Laut ihren Angaben war die Kundgebung bereits am 20. Februar beantragt worden und nur zufällig mit dem Entscheid des Föderationsrats zusammengefallen. Der Rest der Menge bestand zu einem grossen Teil aus Mitarbeitern der Stadtverwaltung und anderen regierungsnahen Organisationen.

Gleichzeitig fand auf dem Platz vor der Isaakskathedrale eine Demonstration gegen ein Eingreifen Russlands auf der Krim statt, an dem rund tausend Personen teilnahmen. Zu der unbewilligten Kundgebung hatten der Jabloko-Stadtabgeordnete Maxim Resnik und die Partei RPR-Parnas aufgerufen. Dabei kam es zu Zusammenstössen mit Gegnern der Aktion und zu mehr als 20 Festnahmen, wie Fontanka.ru schreibt.

Der Stadtabgeordnete Milonow bezeichnete die Teilnehmer der Anti-Kriegskundgebung als „Faschisten“ und sagte, sie sollen auf den Maidan nach Kiew verschwinden. Zum Ende der Demonstration verblieben noch rund 300 Personen auf dem Isaaksplatz.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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