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Initiator des Sprachreferendums in Lettland: „Nun kennt die Welt unsere Probleme“

Von   /  21. Februar 2012  /  Keine Kommentare

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rian.- Der Vorsitzende der Gesellschaft „Heimatsprache“, die das Sprachreferendum in Lettland organisiert hatte, Wladimir Linderman, hat seine Genugtuung über die Ergebnisse des Referendumsergebnisses geäußert. „Wir hatten uns zwar das Ziel gesetzt, 300 000 Stimmen für unsere Initiative zu bekommen, und dieses Ziel knapp verfehlt, es ändert aber nichts am Wesen“, sagte er am Sonntag in einem Gespräch mit RIA Novosti.

„Die russische Gemeinde in Lettland hat sich beim Kampf um ihre Rechte zusammengeschlossen. Außerdem hat das Referendum immense Aufmerksamkeit ausländischer Medien auf sich gelenkt. Die internationale Öffentlichkeit konnte sich mit Problemen bekannt machen, die es in Lettland gibt. Wie ich denke, werden nun die Behörden einen Dialog mit der russischsprachigen Bevölkerung aufnehmen. Ich spüre sogar, dass dies bereits geschieht.“

Rund 75 Prozent der Einwohner Lettlands hatten am Sonntag gegen Russisch als zweite Amtssprache gestimmt. Laut den vorläufigen Ergebnissen des Sprachreferendums stimmten 25,06 Prozent dafür. Russisch gilt in der ehemaligen Teilrepublik der Sowjetunion als eine Fremdsprache, obgleich es für rund 44 Prozent der Einwohner die Muttersprache ist. Die Beteiligung am Referendum lag bei 69 Prozent.

Lettland zählt 2,1 Millionen Einwohner. 319 000 von ihnen sind Nicht-Bürger, d. h. Personen, die zwar einen ständigen Wohnsitz in diesem Land haben, aber nicht vollberechtigt sind. So dürfen die Nicht-Bürger nicht an Wahlen und Referenden teilnehmen. Zugleich stimmten rund 37,5 Prozent der Einwohner der Hauptstadt Riga und mehr als 85 Prozent der Einwohner der zweitgrößten lettischen Stadt Daugavpils für Russisch als zweite Amtssprache Lettlands.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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