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Inhaftierte Greenpeace-Aktivisten noch immer in Murmansk

Von   /  6. November 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Die seit einem Monat inhaftierten 30 Greenpeace-Aktivisten, deren Verlegung nach Sankt Petersburg beschlossen worden ist, bleiben laut dem Anwalt Michail Kreindlin vorerst in Murmansk.  Dies bestätigte auch die Greenpeace-Pressesprecherin Maria Faworskaja: „Nach dem Stand vom Dienstagmorgen befinden sie sich alle in Murmansk. Mit den Verhafteten treffen sich ihre Anwälte. Über eine Verlegung der Aktivisten in eine andere Untersuchungsanstalt wurden sie nicht in Kenntnis gesetzt, obwohl diesbezügliche Informationen  aus inoffiziellen Quellen eintreffen und verschiedene Termine angegeben werden.“

Über die geplante Überstellung der inhaftierten Umweltschützer nach Sankt Petersburg war erstmals am 1. November berichtet worden. Die Strafvollzugsbehörde Murmansk will keinen Kommentar dazu abgeben.  Ein Greenpeace-Team hatte am 18. September in der Petschorasee die Bohrinsel „Priraslomnaja“ des russischen Ölproduzenten Gazprom Neft Shelf zu erklimmen versucht, um gegen die Ölbohrungen in der ökologisch sensiblen Arktis-Region zu protestieren. Am nächsten Tag stoppten russische Grenzschützer das Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“ mit den Aktivisten an Bord und schleppten es in den Hafen von Murmansk ab.

Die 30 Besatzungsmitglieder, die festgenommen und in Haftanstalten von Murmansk und nahegelegenen Städten untergebracht worden waren, wurden zunächst wegen Piraterie angeklagt. Die gegen die Umweltschützer erhobene Anklage wurde später von „Piraterie“, auf die in Russland bis zu 15 Jahre Gefängnis steht, auf „Rowdytum“ abgeschwächt. Bei Rowdytum drohen den Angeklagten maximal sieben Jahre Gefängnis.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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