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Grenzzwischenfall: estnischer Geheimdienstler in Moskau vor Gericht

Von   /  15. September 2014  /  Keine Kommentare

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rian.- Mehr als 20 Staaten fordern  von Russland die Freilassung des estnischen Geheimdienstlers Eston Kohver, dem Russland Spionage vorwirft, wie der Pressedienst des estnischen Außenministeriums am Montag mitteilte.  „Viele Staaten sicherten Estland in dieser Angelegenheit ihre Unterstützung zu“, sagte Estlands Außenminister Urmas Paet.  Die Freilassung Kohvers und seine Rückkehr aus Russland nach Estland fordern Paet zufolge die USA, Deutschland, Dänemark, Portugal, Großbritannien, Irland, Finnland, Österreich, Spanien, die Türkei, Kanada, Lettland, Litauen, Italien, Georgien, Tschechien, Polen, Belgien, die Niederlande, Frankreich und Schweden.

Am 12. September hatten die Außenminister Nordeuropas und des Baltikums bei einer Sitzung in Tallinn eine gemeinsame Erklärung mit der Forderung abgegeben, Kohver auf freien Fuß zu setzen. Die Erklärung wurde von den Außenministern Estlands, Lettlands, Litauens, Finnlands, Schwedens, Norwegens, Islands und Dänemarks unterzeichnet.  Am 5. September hatte das Presseamt des russischen Sicherheitsdienstes bekannt gegeben, dass Kohver im Gebiet Pskow mit Spezialtechnik für versteckte Aufzeichnungen, einer geladenen Taurus-Pistole sowie rund 5000 Euro Bargeld festgenommen worden sei. Damit sei eine Agentenoperation des Polizeidepartments des estnischen Innenministeriums unterbunden worden.

Am 6. September stimmte ein Moskauer Bezirksgericht einer zweimonatigen Verhaftung zu.  Laut der estnischen Seite war Kohver vom Territorium Estlands nahe des Grenzpunkts Luhamaa an der Grenze zum Gebiet Pskow entführt und unter Waffenandrohung nach Russland verschleppt worden. Der estnischen Sicherheitspolizei KAPO zufolge war ihr Mitarbeiter beauftragt worden, mit Schmuggel verbundene transnationale kriminelle Aktivitäten zu verhindern.

Bild: Wikimedia Commons

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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