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Greenpeace: Schweizer Konsulatsvertreter in Murmansk vor Ort

Von   /  26. September 2013  /  Keine Kommentare

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rian./eva.- Russische Ermittler sollten die Vernehmung der an Bord des Greenpeace-Schiffs „Arctic Sunrise“ festgenommen Aktivisten bis gestern abgeschlossen haben.  Das teilte der Leiter der St. Petersburger Greenpeace-Abteilung, Dmitri Artamonow, Journalisten mit. Bislang seien keine Anschuldigungen erhoben worden. „Die Aktivisten wurden am 24. September um 21.45 Uhr für 48 Stunden festgenommen. Danach soll die Justiz sie entweder auf freien Fuß setzen oder Auflagen erteilen“, sagte Artamonow.  Gegenwärtig werden neun Aktivisten vernommen.

Fünf waren bereits in der Nacht zum Mittwoch vernommen worden. Nach Angaben des Sprechers der russischen Ermittlungsbehörde, Wladimir Markin, hatten die Grenzer 30 Menschen an Bord der „Arctic Sunrise“ festgenommen. Ihnen wird Piraterie zur Last gelegt.  Die Aktivisten hatten am 18. September in der Petschorasee versucht, die Bohrinsel „Priraslomnaja“ der Gazprom-Öltochter Gazprom Neft zu erstürmen und so gegen die geplante Ölförderung in der ökologisch sensiblen Arktis zu protestieren.

Am nächsten Tag seilten sich russische Grenzer an Bord des Eisbrechers ab. Der Kapitän weigerte sich, das Schiff zu steuern, worauf es in den Hafen von Murmansk geschleppt wurde.  Nach Angaben der Umweltschützer waren an Bord Vertreter der USA, Frankreichs, Italiens, der Ukraine, Kanadas, Neuseelands, Dänemarks, Argentiniens, der Niederlande, Australiens, Brasiliens, der Türkei, Finnlands, Polens, Schwedens und der Schweiz.

Wie das Schweizer Generalkonsulat in St. Petersburg, zu dessen Zuständigkeitsbereich Murmansk gehört, mitteilte, ist zur Zeit ein Mitarbeiter in Murmansk vor Ort und versucht Kontakt mit dem festgenommenen Greenpeace-Aktivisten Marco Weber herzustellen. Ausserdem steht er in Verbindung mit den Vertretungen anderer betroffener Länder.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Gegenseitiger Piraterie-Vorwurf: Russland ermittelt gegen Greenpeace-Aktivisten

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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