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Grab für unbekannte Kriegstote im Donbass auf Petersburger Marsfeld errichtet

Von   /  15. Juni 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Aktivisten der Bewegung „Vesna“ (Frühling) haben auf dem Petersburger Marsfeld neben dem Grabmal für die Opfer der Oktoberrevolution und des Bürgerkriegs eines für die in der Ostukraine gefallenen russischen Soldaten errichtet, schreibt Newsru.com. Auf dem improvisierten Grabstein stand geschrieben: Der unbekannte Soldat kam zu Friedenszeiten im Donbass ums Leben – wir lassen die Unsrigen nicht im Stich, aber diese gehörten nicht zu uns. Darunter war die Unterschrift von Präsident Putin angebracht.

Laut dem Pressesprecher der Organisation Anton Gorbazewitsch wollte man damit gegen die Lügen der Kremlregierung bezüglich Ostukraine-Konflikt protestieren. Ausserdem kritisierten die Aktivisten damit gegen das neue Gesetz, laut dem sämtlich Opferzahlen der russischen Armee seit 1995 unter das Staatageheimnis fallen. Bisher waren nur Opfer im Kriegszustand geheimgehalten worden.

Weiter werfen die Aktivisten der Regierung vor, den Tod hunderter russischer Soldaten in der Ostukraine zu vertuschen, die offiziell zu Manövern mobilisiert worden seien, die man stattdessen aber in den Tod geschickt habe. Den Eltern der Opfer würden Prämien für ihr Schweigen bezahlt. In den letzten Monaten hatte die Organisation der „Soldatenmütter“ immer wieder von Fällen erzwungenen Kriegsdienstes russischer Soldaten und verheimlichter Soldatenbegräbnisse berichtet. Das russische Verteidigungsministerium hingegen wies sämtliche Berichte über russische Soldaten im Donbass zurück und bezeichnet sämtliche russische Kämpfer in dieser Region als „Freiwillige“.

Bild: Wikimedia Commons

www.newsru.com

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Petersburger “Soldatenmütter” vermuten erzwungenen Kriegsdienst russischer Soldaten

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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