Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Politik  >  Aktuelle Artikel

G-20: Erster Tag war dem Syrien-Konflikt gewidmet

Von   /  6. September 2013  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

rian.- Der geplante US-Schlag gegen Syrien wird nach Worten von Russlands Präsident Wladimir Putin von Kanada, Saudi-Arabien, Frankreich und der Türkei befürwortet.“Herr Cameron war ebenfalls dafür, aber das Parlament in London hatte dem Willen des Volkes stattgegeben und gegen die Militäroperation gestimmt“, sagte Putin am Freitag in Strelna bei St. Petersburg auf einer Pressekonferenz nach Abschluss des G20-Gipfels. Sehr vorsichtig sei auch die Bundeskanzlerin (Angela Merkel): Deutschland plane keine Teilnahme an irgendwelchen Kampfhandlungen.“

Putin zufolge hatten die führenden Repräsentanten fast den gesamten ersten Tag des Gipfels dem Syrien-Problem gewidmet.Kategorisch gegen die Operation seien Russland, China Indien, Indonesien, Argentinien, Brasilien, Südafrika und Italien gewesen. Dabei machte Putin die Journalisten darauf aufmerksam, dass Indonesien mit einer Bevölkerungszahl von über 300 Millionen das weltgrößte moslemische Land ist.“Gegen die Kampfhandlungen sprach sich auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon aus. Wir dürfen auch die Botschaft des Römischen Papstes nicht vergessen, der unumwunden erklärt hatte, dass neue Kampfhandlungen unzulässig sind“, sagte der russische Präsident.

Putin und Obama – Meinungsdifferenzen nicht überwunden

Die Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Barack Obama, haben am Freitag am Rande des G20-Gipfels in Strelna bei St. Petersburg das Syrien-Problem behandelt, teilte Putins Berater Juri Uschakow mit. Das Gespräch habe etwa 20 Minuten gedauert, hieß es. Auf die Frage, ob die Meinungsdifferenzen zwischen den beiden Präsidenten zum Syrien-Problem weiter bestehen, antwortete Uschakow: „Ja, sie bestehen weiter.“ Die Seiten haben „weitere Kontakte vereinbart, in erster Linie auf der Ebene der Außenministerien, darunter zu einer Reihe von mit Syrien verbundenen Fragen“, so der Diplomat.

Putin und Cameron sprachen über Syrien

Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstagabend nach Abschluss des Arbeitsessens mit den Top-Repräsentanten der G20 und nach dem Feuerwerk ein Gespräch mit dem britischen Premier David Cameron geführt. Wie Putins Pressesprecher Dmitri Peskow mitteilte, wurde bei dem Treffen auch das Syrien-Problem diskutiert. „Die Seiten tauschten ein weiteres Mal ihre Meinungen über die Situation in Syrien aus“, sagte er.„Der Präsident und der Premier bekräftigten ihre Absicht, weiterhin an der Kooperation in vielen Bereichen zu arbeiten“, fügte Peskow hinzu.

Russland schließt Kampfstoffeinsatz in Syrien nicht aus

Der Leiter des russischen Präsidialamtes, Sergej Iwanow, schließt den Einsatz von Kampfstoffen in Syrien nicht aus, zweifelt aber daran, dass dies Präsident Baschar al-Assad verbrochen hat.“Es liegt auf der Hand, dass es keine glaubwürdigen Belege für die Anwendung chemischer Waffen gibt. Dennoch ich neige dazu, dass Kampfstoffe doch noch eingesetzt wurden. Aber zu behaupten, dass sie von Assads Truppen angewandt wurden, wäre von der Logik her nicht vernünftig“, sagte der Kremlbeamte am Donnerstag am Rande des G20-Gipfels .

Iwanow machte ein weiteres Mal auf den jüngsten Bericht des russischen Außenamtes aufmerksam, wonach bei chemischen Analysen Spuren von Hexogen nachgewiesen worden waren. „In der Armeemunition, die für die Sprengung chemischer Geschosse genutzt werden, wird Hexogen nicht verwendet. Allem Anschein nach wurden (diese Sprengladungen) in einer Garage gebastelt. Weitere Schlüsse überlasse ich Ihnen“, sagte Iwanow Journalisten.“Die meisten führenden Repräsentanten der G20-Gruppe plädieren für eine friedliche Beilegung der Syrien-Krise… Das Treffen in Strelna gibt eine gute Möglichkeit, die gegenwärtige Lage zur Sprache zu bringen…

Es ist nicht schwer, einen Schlag zu führen. Das haben wir bereits gehabt“, sagte Iwanow in Anspielung auf den Irak. „Im Endeffekt sterben im Irak zehn Jahre danach mehr Zivilisten als zwei Jahre nach Kriegsbeginn. Hat sich jemand Gedanken über dieses Resultat gemacht?“Iwanow zufolge kann die Militäroperation gegen Syrien nicht vom US-Kongress abhängen. „Die Entscheidung der Abgeordneten wird in jedem Fall nicht legitim sein“, sagte er
 

Barroso: Konflikt in Syrien mit politischen Mitteln lösen

Die internationale Völkergemeinschaft muss sich nach Ansicht von Jose Manuel Barroso, Chef der EU-Kommission, konzentrieren.   „Die Europäische Union ist überzeugt, dass die Bemühungen auf eine politische Regelung konzentriert werden müssen“, sagte Barroso am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in der St. Petersburger Vorstadt Strelna, wo der G20-Gipfel stattfindet.   Die gegen0wärtige Lage in Syrien bewertete er als eine „gigantische Tragödie der Gegenwart“. „Man muss einen Konsens in der internationalen Völkergemeinschaft finden“, sagte er.

Chinesischer Delegationschef beim G20-Gipfel: Keine militärische Lösung in Syrien

China ist überzeugt, dass es keine militärische Lösung für die Syrien-Krise geben darf. Diese kann nur auf politischem Wege überwunden werden, wie der amtliche Sprecher des chinesischen Außenministeriums und Delegationschef Chinas, Jin Gang, am Donnerstag in Sankt Petersburg auf dem G20-Gipfel sagte.„Ein Krieg wäre keine grundlegende Lösung in Bezug auf Syrien. Nur ein politsicher Weg ist möglich“, so Jin Gang.Ihm zufolge sollte die UNO zunächst die Berichte über die Anwendung chemischer Waffen prüfen und nur auf dieser Grundlage weitere Schritte unternehmen.

„Wir sind der Meinung, dass jede Handlung auf den Ergebnissen einer Untersuchung (der Berichte über die Anwendung chemischer Waffen) beruhen und der UN-Sicherheitsrat Entscheidungen dazu treffen muss. Jedes Vorgehen ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrates kann ernste Folgen nach sich ziehen und eine noch größere humanitäre Tragödie verursachen“, so Jin Gang.

www.rian.ru

    Drucken       Email
  • Veröffentlicht: 5 Jahren vor auf 6. September 2013
  • Von:
  • Zuletzt geändert: September 6, 2013 @ 8:03 pm
  • Rubrik: Politik, Ticker

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Entführung eines Homosexuellen nach Tschetschenien verhindert

mehr…