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Finnland wählt erstmals liberal-konservativen Präsidenten

Von   /  7. Februar 2012  /  Keine Kommentare

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rian.- Der liberal-konservative Politiker Sauli Niinistö (63) hat am Sonntag in Finnland im zweiten Wahlgang mit einem überzeugenden Vorsprung gegenüber seinem Hauptrivalen von den Grünen, Pekka Haavisto, das Präsidentenrennen gewonnen.

Nach der Auszählung aller Stimmzettel bekamen Sauli und sein Rivale Haavisto 62,6 bzw. 37,4 Prozent der Wählerstimmen, teilte das für die Ausrichtung der Präsidentenwahl zuständige Justizministerium mit. Die Beteiligung an der Stichwahl betrug 68,9 Prozent.

Der finnische Präsident wird für sechs Jahre direkt gewählt und ist vor allem für die Außenpolitik und die Sicherheit des Landes zuständig. Der Präsident hat eingeschränkte Vollmachten und trifft seine Entscheidungen hauptsächlich in Übereinstimmung mit den Regierungsvorschlägen. Die feierliche Zeremonie des Amtsantritts des zwölften Präsidenten Finnlands ist für den 1. März anberaumt.

Analysten zufolge war es eine historische Präsidentenwahl, denn erstmals seit vielen Jahren ist in Finnland ein Vertreter der Liberal-Konservativen gewählt worden, die in der heutigen Koalitionsregierung die Mehrheit bilden. Seit 30 Jahren, nach dem Rücktritt des Präsidenten Urho Kekkonen (von der Bauernpartei) im Jahr 1982, hatte Finnland ausschließlich Sozialdemokraten als Präsidenten.

Sauli Niinistö ist Jurist, in seiner politischen Laufbahn machte er als Justiz- und später als Finanzminister, als Parlamentschef und als Vizechef der Europäischen Investitionsbank Stationen. Er ist Vorsitzender des Fußballverbandes Finnlands.

Bereits 2006 hatte er sich um das Präsidentenamt beworben, war aber damals knapp der Sozialdemokratin Tarja Halonen unterlegen. Nach insgesamt zwei Präsidentenamtszeiten durfte sie bei der jüngsten Wahl nicht mehr kandidieren.

Bild: Wikimedia Commons

www.rian.ru

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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