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Festnahmen bei Oppositionsdemo und Gay-Parade

Von   /  9. Juli 2012  /  Keine Kommentare

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eva.- Am Wochenende gingen in St. Petersburg zwei Kundgebungen über die Bühne. Am Samstagnachmittag versammelten sich Mitglieder der Schwulen- und Lesben-Organisation LGBT im Polustrowski-Park zu einer Gay-Parade. Doch schon zu beginn wurden die beiden Organisatoren Juri Gawrikow und Maria Jefremenkowa festgenommen und die Kundgebung aufgelöst.

Jefremenkowa hatte ein Plakat ausgerollt, auf dem stand: „Wir fordern das gesetzliche Verbot der Diskriminierung wegen sexueller Orientierung oder Geschlechter-Identität!“ Festgenommen wurde auch eine Gruppe von Männern, die verdächtig wurden, der rechten Szene anzugehören.

Danach organisierten vier LGBT-Vertreter Einzelpiketts bei der Stadtregierung im Smolny-Palast und forderten die Freilassung der beiden Verhafteten. Sie wurden ebenfalls auf die Wache gebracht. Die Gay-Parade im Polustrowski-Park war anfänglich genehmigt worden, aber nach zwei Tagen zogen die Behörden die Erlaubnis zurück, mit der Begründung, die Bevölkerung habe dies verlangt.

Am Sonntagnachmittag versammelte sich vor dem „Oktjabrski“-Konzertsaal eine Menge „zum Dialog mit Abgeordneten“. Da die beiden Abgeordneten der Partei „Gerechtes Russland“ aber beide nicht erschienen, wurde die Kundgebung von der Polizei aufgelöst. Dabei wurden rund zehn Personen verhaftet, darunter auch der Führer der „Linken Front“ Sergei Udalzow und die Leiterin der Petersburger Sektion des „Bürgerkommitees“ Olga Kurnosowa. Auch zwei Journalisten wurden festgenommen.

Danach zog die Menge, die aus etwa 50 Personen bestand aufs Marsfeld, wo das genehmigte Oppositionsmeeting „Weisse Nächte“ abgehalten. Nachdem man der Opfer der Hochwasserkatastrophe im Kubangebiet gedenkt hatte, forderte man die Freilassung aller Festgenommener. Die Polizei vermeldete im Anschluss 20 Festgenommene.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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