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Ex-Beatle McCartney schreibt an Putin: Bitte um Freilassung von Greenpeace-Aktivisten

Von   /  14. November 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Ex-Beatle Paul McCartney hat am Donnerstag Russlands Präsident  Wladimir Putin in einem offenen Brief gebeten, seinen Einfluss im Prozess gegen die Greenpeace-Aktivisten  geltend zu machen. Am 18. September hatten  Mitglieder der internationalen Umweltschutzorganisation Greenpeace versucht, die Bohrinsel Priraslomnaja in der Petschora-See im Norden Russlands zu erklimmen, um gegen die Ölförderung in der Arktis zu protestieren. Am nächsten Tag enterten russische Grenzsoldaten das Schiff „Arctic Sunrise“ mit den Aktivisten an Bord und bugsierten es in die Kola-Bucht.  Alle 30 Insassen wurden verhaftet. Die ursprüngliche „Piraterie“-Anklage gegen sie wurde inzwischen auf „Rowdytum“ umformuliert.

„Ich bin mir natürlich im Klaren, dass die russischen Gerichte und das russische Präsidentenamt voneinander getrennt sind“, schreibt McCartney, der den russischen Staatschef im Brief mit dem Vornamen anspricht. „Dennoch möchte ich wissen, ob Sie eventuell den Einfluss, über den Sie verfügen, einsetzen könnten, um die Festgenommenen mit deren Familien zusammenzubringen.“ Abschließend äußert der Ex-Beatle seine Hoffnung auf ein neues Wiedersehen mit Putin in Moskau – „wenn die Terminpläne dies möglich machen“. McCartney und Putin waren 2003 vor dem ersten Konzert des Weltstars auf dem Roten Platz zusammengetroffen. 2004 beglückwünschte der russische Präsident den Musiker zum Geburtstag und zu dessen „hervorragendem Auftritt“ in St. Petersburg.

Putins Pressesekretär Dmitri Peskow hatte indessen in seiner Stellungnahme zu den bereits zahlreichen Schreiben namhafter Persönlichkeiten, die sich für die Greenpeace-Aktivisten einsetzten, betont, dass die Einflussnahme auf die Tätigkeit der Ermittlungsbehörden nicht zum Zuständigkeitsbereich des Präsidenten gehöre.  Der Präsident habe bereits seinen Standpunkt zu diesem Fall geäußert, der allerdings in keiner Weise zur Druckausübung auf die Ermittlungsorgane missbraucht werden dürfe. Der Präsident könne sich nicht in diesen Prozess einmischen und tue dies auch nicht, hieß es.

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Kommentar: Greenpeace in Russland – gut kalkuliertes Politspektakel im kalten Norden

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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