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Estlands Verteidigungsminister gegen „Baltische“ Armee

Von   /  24. Juli 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Estlands Verteidigungsminister Urmas Reinsalu hat die Idee einer Vereinigung der Streitkräfte der baltischen Republiken Estland, Lettland und Litauen heftig kritisiert. „Ich halte die Aufstellung einer einheitlichen Armee nicht für realistisch“, sagte der Minister am Montag im estnischen Radiosender ERR nach Angaben des russischen Internetportals lenta.ru. „Denn jeder Staat hat die eigenen Verteidigungskräfte und entwickelt sie selbstständig. Und diese Selbstständigkeit hindert die NATO nicht daran, ihre Verteidigungspläne umzusetzen… Die Behörden Lettlands und Litauens sollten die Rüstungsaufgaben lieber aufstocken“, sagte Reinsalu.

Was Russland betreffe, habe das Nachbarland in den vergangenen vier Jahren seine Rüstungen verdoppelt. „Ständige Aufklärungsflüge unweit des NATO-Luftraumes und die jüngste Verletzung der estnischen Luftgrenze – all das spricht dafür, dass die Verteidigung vervollkommnet sein soll“, sagte der estnische Minister. Die Idee der Bildung der Baltischen Armee war am vergangenen Samstag von Lettlands Präsident Andris Berzins unterbreitet worden. In einem Interview der Nachrichtenagentur BNS sagte der Staatschef, er sehe keinen Sinn, dass jeder Staat beachtliche Mittel in die Verteidigung steckt. Effektiver wäre eine Konsolidierung der Streitkräfte (der drei baltischen Länder).

„Offiziere der drei Armeen werden gemeinsam ausgebildet und haben deshalb die gleiche Bildung und die gleiche Vision auf die Entwicklung.“ Berzins erinnerte ferner daran, dass sich Lettland verpflichtet hatte, den Rüstungsetat zum Jahr 2020 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erhöhen. Aber wegen der Krise mussten die Rüstungsausgaben in Lettland um die Hälfte reduziert werden, was von anderen NATO-Mitgliedsländern kritisiert wurde. Laut einem im vergangenen Herbst vorgelegten Bericht über die Verteidigungskraft der baltischen Länder hat Lettland die geringsten Möglichkeiten für die Abwehr von Gefahren von außen. Die größte Kampfkraft wies die estnische Armee auf.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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