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Demos in Moskau und Petersburg nach Nawalny-Verurteilung

Von   /  31. Dezember 2014  /  Keine Kommentare

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spn./eva.- Moskauer Sicherheitskräfte haben am Abend des 30. Dezember rund 100 Teilnehmer einer nicht genehmigten Demonstration im Stadtkern festgenommen. Das teilte ein Polizeisprecher Journalisten mit. Etwa 1500 Menschen versammelten sich auf dem Manege-Platz unweit des Kremls, um gegen die Verurteilung des Bloggers und Kremlkritikers Alexej Nawalny zu protestieren.

Am gleichen Tag wurde Alexej Nawalny wegen Geldwäsche zu dreieinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Sein Bruder Oleg muss für dreieinhalb Jahre ins Straflager. Die Justiz hatte den beiden vorgeworfen, hohe Geldsummen unterschlagen und über ein Firmengeflecht legalisiert zu haben.

Vor dem Gerichtsgebäude hatte es bereits am Dienstagmorgen einige Festnahmen gegeben. Derzeit harren rund 200 Kundgebungsteilnehmer auf dem Manege-Platz aus. Die Polizei ruft die Menschen auf, die öffentliche Ordnung einzuhalten und die Demonstration zu beenden.

Auch in St. Petersburg kam es am Abend nach den Verurteilungen zu einer nicht genehmigten Kundgebung zur Unterstützung der beiden Verurteilten. In der Malaja Sadowaja versammelten sich zwischen 500 und 1000 Personen zu einer friedlichen Demonstration. Wie Fontanka.ru schreibt, wurde nicht einer der Protestierenden festgenommen. Hingegen hielt die Polizei zwei Personen fest, die gegen das Rauchverbot an öffentlichen Orten verstossen hatten – ob sie zu den Demonstranten gehörten oder nicht, steht nicht fest.

Bild: Wikimedia Commons

www.sputniknews.com

www.fontanka.ru

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Nawalnys-Wohnungsskandal – Moskauer Wahlkampf dringt bis nach Petersburg

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Keine Kommentare

  1. Scholze sagt:

    @realsatire
    Oh ein Spiegelleser mein herzliches Beileid.
    Denken sie die Wahlen in Deutschland laufen anders ab ich lach mich kaputt.
    Und was den Machterhalt betrifft: Wer hier kurzsichtig ist werden wir noch sehen.

  2. realsatire sagt:

    Schon der 2. Kommentar von Herr Scholz der wenig Anregung bietet über das Thema nachzudenken. Wenn es nicht nach vom Kommunisten zum Neonazi oder umgekehrt (/egal) Deutschtuemmelenden Antiamerikaner riechen würde, wäre ich fast der Meinung er ist einer der typischen Olgino-Trolle wie im Spiegel. Ausser Nawalny gibts doch in Russland kein Personal das dem Präsidenten Ärger machen könnte. Bei traditionell extrem fabrizierten Wahlen hat er ja schon letztes Jahr ein Zeichen gesetzt. In den 15 Jahren Putin ist das Land in die Korruption (davor warn 10-20% Landesüblich jetzt sinds ja über 30% der Auftragssumme) getrieben und das enorme Potential an gut ausgebildeten Menschen, Platz und die Ressourcen nicht genutzt. Statt dessen kommt er über Massnahmen zum Machterhalt nicht darüber hinaus. Wenn er keinen Nawalny hätte müsste er den glatt erfinden. Mit 3 Jahren für den Bruder hat er ja jetzt eine Geissel die den Nawalny schon besser steuerbar macht. Und Sie mit Ihrer Kurzsichtigkeit forden Lebenslänglich…. na so was. Scholze! 6! Setzen und zurück an den Stammtisch.

  3. Scholze sagt:

    Das Urteil ist viel zu lasch.
    Die hätten beide lebenslänglich verdient ohne vorzeitige Haftentlassung.

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