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Österreich liefert international gesuchten Banker an Russland aus

Von   /  8. November 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Ein österreichisches Gericht hat der Auslieferung des wegen Unterschlagung gesuchten Ex-Bankers  Alexander Gitelson an Russland zugestimmt, wie die Zeitung „Kommersant“ schreibt. Der zur internationalen Fahndung ausgeschriebene ehemalige Besitzer der Bank VEFK soll fast zwei Milliarden Rubel (mehr als 60 Millionen US-Dollar) der Leningrader Gebietsregierung veruntreut haben. Laut der Zeitung sind gegen den Finanzier auch weitere Verfahren anhängig und ein Urteil in Abwesenheit gefällt worden.

Im April 2013 wurde offiziell berichtet, dass der Ex-Chef des Aufsichtsrates der Bank VEFK und der Inkasbank Alexander Gitelson in Österreich festgenommen worden war. Die russische Generalstaatsanwaltschaft stellte einen Auslieferungsantrag an Österreich. Darin stand, dass Gitelson im April 2011 wegen Diebstahl von fast 500 Millionen Rubel (mehr als 15 Millionen US-Dollar) bei einem Staatsduma-Abgeordneten zu fünf Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden war.

Es wurde auch mitgeteilt, dass Gitelson die von der Leningrader Gebietsregierung bei der Inkasbank (Mitgliedsbank der VEFK-Gruppe) deponierten Gelder veruntreut hatte. Wie die Ermittlungen ergaben, hatten  Gitelson, der Ex-Vorstandsvorsitzende der Bank VEFK Vitali Rjabow und dessen Stellvertreter Iwan Bibinow eine Unterschlagung begangen, indem sie Kredite in Gesamthöhe von 900 Millionen Rubel (knapp 29 Millionen US-Dollar) an die ihnen untergeordneten Unternehmen „Vektor“ und „Radius“ vergaben.

„Außerdem wurde Herr Gitelson der aktiven Bestechung der Leiterin des regionalen Rentenfonds der Stadt Sankt Petersburg und des Gebietes Leningrad, Natalja Grischkewitsch, beschuldigt“, so die Zeitung. Ende Oktober wurde berichtet, dass der Bestechungsfall Grischkewitsch an das zuständige Gericht weitergeleitet worden ist. Der Frau drohen wegen der Annahme von 1,8 Millionen US-Dollar Bestechungsgeld  bis zu 15 Jahre Haft.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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