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Umfrage: Russinnen und Russen gehen immer seltener ins Museen

Von   /  18. Mai 2009  /  Keine Kommentare

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rian.- Die Zahl der Bürger, die sich für keine Museen interessieren, ist in Russland seit dem Vorjahr um zehn Prozent gestiegen, 53 Prozent gestehen ein, seit einigen Jahren kein Museum besucht zu haben, jeder Fünfte war überhaupt niemals in einem Museum.

Dies sind die Ergebnisse einer Umfrage, die das Russische Institut für Meinungsforschung am 9. und 10. Mai unter 1600 Bürgern in 140 Ortschaften in 42 russischen Gebieten, Regionen und Republiken durchgeführt hat.

Am 18. Mai wird der Internationale Museumstag begangen, der jährlich vom Internationalen Museumsrat (ICOM) ausgerufen wird. Auch in Russland wird die gesamteuropäische Aktion „Nacht der Museen“ durchgeführt. An diesem Tag sind die Museen und Kunstsammlungen die ganze Nacht über geöffnet, der Eintritt ist frei.

Mehr als die Hälfte der Russen (53 Prozent) haben seit mehreren Jahren keine Museen mehr besichtigt. Vor einem Jahr waren es noch 50 Prozent. Jeder Zehnte war vor ein bis zwei Jahren in einem Museum. Am seltensten wurden die Museen in den letzten zwölf Monaten (vier Prozent), in den letzten sechs Monaten (drei Prozent) oder in den letzten zwei bis drei Monaten (fünf Prozent) besucht. 20 Prozent gaben an, noch nie ein Museum besucht zu haben (2008 waren es 14 Prozent).

Die besonders fleißigen Museumsgäste sind die Einwohner der russischen Hauptstadt Moskau und der „nördlichen Metropole“ St. Petersburg: 18 Prozent der Befragten, die in den letzten drei Monaten Museen besucht haben, sind Einwohner dieser Städte. Zu den aktiven Museumsbesuchern gehören auch die Jugendlichen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren (17 Prozent) und Diplomspezialisten (38 Prozent).

Besonders gern gehen Frauen in Museen (57 Prozent) und Menschen mit Hochschulbildung (63 Prozent). Am häufigsten teilten Einwohner von Großstädten (57 Prozent), Bürger im Alter von über 35 Jahren (56 Prozent), Facharbeiter (61 Prozent) und Rentner (58 Prozent) mit, seit Jahren in keinem Museum gewesen zu sein.

Der Anteil der Menschen, die ein Museum vor ein bis zwei Jahren besucht haben, ist besonders hoch unter den Einwohnern mittlerer Städte (14 Prozent), den Jungen und Mädchen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren (21 Prozent) und Staatsbeamten (33 Prozent). Bürger auf dem Lande (28 Prozent), ältere Leute (28 Prozent) und nicht qualifizierte Arbeiter (32 Prozent) waren niemals in einem Museum.

53 Prozent der russischen Bürger würden Museen öfter besuchen, wenn sie diese Möglichkeit hätten (2008 waren es 60 Prozent). Vier Prozent der Befragten, die niemals Museen besucht haben, würden das gerne tun. Drei Prozent der Befragten gaben an, sogar recht oft Museen zu besuchen. 35 Prozent der Befragten haben überhaupt keinen Wunsch, in ein Museum zu gehen (im Vorjahr waren es 26 Prozent).

Der Anteil der Russen, die den Zustand und die Ausstattung der Museen für zufriedenstellend halten, ist innerhalb eines Jahres von 41 auf 48 Prozent gestiegen. Nur 14 Prozent schätzen den Zustand der Museen als schlecht ein (2008 waren es 26 Prozent). 38 Prozent der Befragten hatten keine Antwort auf die Frage nach dem Zustand und der Ausstattung der Museen.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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