Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Kultur  >  Aktuelle Artikel

Shakespeare in der Plattenbausiedlung

Von   /  24. Februar 2013  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

Der Anlass zu einer Massenschlägerei unter verwandten Aserbaidschanern ist ein wahrhaft Shakespeare würdiger Cocktail aus unerfüllter Liebe, Bräuchen und Traditionen, einer entführten Braut sowie jeder menge südliches Temperament.

Die Brautentführung entfachte einen Streit zwischen zwei Familien und weitet sich zu einem Binationalen Konflikt aus. Dank der Bemühungen der Polizei, des Konsulats  und der lokalen Behörden in St. Petersburg und im Heimatdorf konnte ein Konflikt beigelegt werden,  der bereits einigen der Beteiligten die Gesundheit gekostet hat.

Nach der Massenschlägerei am Mittwoch  kommentierte dann der  aserbaidschanischen Konsul in St. Petersburg Qudsi Osmanen die schwierigen Situation.“Jetzt ist es wichtig, dass noch alle am Leben sind“

Die 16 Jahre alte Braut wurde vor kurzem nach St. Petersburg verbracht, aber der Konflikt zwischen den beiden aserbaidschanischen Clans loderte schon seit  langer Zeit. Die Braut hatte sich in einen anderen Mann verliebt. Die Familie des versprochenen Bräutigams sah rot. Aufgrund er Entfernung von den Eltern im heimatliche Dorf nahm die traditionelle Konfliktlösung der Verwandten zu Hause eine Andere Richtung wie das Leben der Jungen Leute. Alles wäre in guter  Tradition geblieben und gütlich beigelegt. Doch das Temperament der Beteiligten führte zu einem bewaffneten Showdown mitten in der St. Petersburger Trabantenstadt Kuptschina.

Zwei Haupttäter wurden  festgenommen der 32-jährige Fizuli Tagiyev und seine 35-jährige Cousine Vugar Tagiyev. In Ihrem Fahrzeug fand die Polizei zwei Pistolen und eine Schrotflinte. Im Krankenhaus liegen zwei Verwandte – der 26 Jahre alte Mann erhielt einen schweren Schlag auf den Kopf und eine 52-jähriger Schnittwunde im Bauch.

Der Zustand eines anderen Opfers beurteilen die Ärzte als äußerst ernst – der 26-jährige Zafar Allahverdiyev wurde mit einem tiefen Stichwunde an der Brust und einer Kopfverletzung ins Krankenhaus eingeliefert.

Zwei weiter Verwante – Atakishneva und Mamedov, 55 und 26 Jahre alt – haben Kopfverletyungen und Streifschüsse erlitten. Die Polizei hat 15 weitere Personen am Tatort festgenommen und weitere 13 sitzen in einer anderen Ermittlungsabteilung in Untersuchungshaft.

Der Rat für Aserbaidschanischen kulturelle Autonomie in St. Petersburg hat einen  Sonderversammlung einberufen. Es wurde vereinbart, die Gespräche mit den Mitgliedern und der aserbaidschanischen Jugend, Eltern im Kultur-und Bildungszentrum zu führen und sie über die Verhaltensregeln in St. Petersburg aufzuklären und das gelernte dann auch nach Hause und zu den Freunden zu vermitteln.

 

    Drucken       Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Petersburger „Lenta“-Supermarkt durch Grossbrand zerstört

mehr…