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In der Schweiz lebender Erfolgsautor Schischkin lehnt Einladung zu BookExpo ab

Von   /  10. März 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Die föderale Agentur für Presse und Massenkommunikationen (Rospetschat) bedauert, dass der Schriftsteller Michail Schischkin seine Zustimmung verweigert hat, Russland bei der Internationalen Buchmesse BookExpo America in New York zu vertreten. Die föderale Agentur für Presse und Massenkommunikationen (Rospetschat) bedauert, dass der Schriftsteller Michail Schischkin seine Zustimmung verweigert hat, Russland bei der Internationalen Buchmesse BookExpo America in New York zu vertreten. Das hat Schischkin in einem offenen Brief mitgeteilt, so der der Vizechef von Rospetschat Wladimir Grigorjew am Freitag in einem Gespräch mit RIA Novosti.

Michail Schischkin, Preisträger von mehreren russischen Literaturprämien, habe das offizielle Angebot, sich der Delegation zur New Yorker Buchmesse  anzuschließen, in einem offenen Brief an die Behörde abgelehnt, so Grigorjew. Er wolle bei der Buchmesse nicht Vertreter eines Staates sein, mit dessen Politik er kategorisch nicht einverstanden sei, so Schischkin. Seine Entscheidung habe er ohne jegliche Rücksprachen mit den anderen Schriftstellern getroffen, die nach New York eingeladen seien.

„Situation in Russland unannehmbar und erniedrigend

„Die politische Entwicklung Russlands und insbesondere die Ereignisse des zurückliegenden Jahres haben eine Situation im Lande hervorgerufen, die für sein Volk und seine große Kultur absolut unannehmbar und erniedrigend sind“, schreibt Schischkin in seinem offenen Brief. „Ich als Russe und als Russlands Bürger schäme mich dafür, was in meinem Lande geschieht.“ „Wenn ich im Bestand der offiziellen Delegation an der Buchmesse teilnehme und die sich für mich als Schriftsteller bietenden Möglichkeiten nutze, übernehme ich zugleich die Verpflichtung, als Repräsentant des Staates zu agieren, dessen Politik ich als verheerend für das Land betrachte, und des offiziellen Systems, das ich ablehne.“

„Ich möchte und werde ein anderes Russland, mein Russland vertreten“, so Schichkin, „ein Land mit einer Staatsstruktur, die nicht das Recht auf Korruption, sondern die Rechte der Person verteidigt, ein Land mit freien Medien, freien Wahlen und freien Menschen.“ „Wir sind sehr verwundert. Wir bedauern das. So was kommt aber manchmal vor, wenn ein russischer Schriftsteller sich für längere Zeit von der Heimat loslöst. Die Geschichte kennt genug Beispiele dafür“, sagte der Beamte. Seit 1995 ist Michail Schischkin in der Schweiz wohnhaft. Zu seinem Werk als Schriftsteller gehören Romane „Die Eroberung von Ismail“ (russischer Booker-Preis 2000),  „Venushaar“ (National Bestseller 2005 und Das große Buch 2006), „Briefsteller“, der russische Originaltitel „Pismownik“ (Das große Buch 2011). Schischkin schreibt auch auf Deutsch.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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