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Eremitage-Museum zeigt deutsche Expressionisten

Von   /  4. März 2009  /  Keine Kommentare

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eva.- Vom 13. März bist 21. Juni zeigt die Eremitage in der Ausstellung „Die Genossenschaft für proletarische Kunst von Friedrich Brass eine Sammlung deutscher Avantgarde in Sowjetrussland“ rund 200 Grafiken der wichtigsten deutschen Expressionisten. Unter den vertretenen Künstlern sind Autoren, wie Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Otto Mueller, George Grosz, Conrad Felixmüller, Walter Jacob, Gustav Heinrich Wolff u.a.

Die Geschichte der Kollektion ist ebenso exklusiv wie ihr Bestand: 1920, kurz nach dem ersten Weltkrieg, bereiste eine russische Delegation unter dem Vorsitzenden der Komintern Grigori Sinowjew Deutschland zu Agitationszwecken. Auf dieser Reise wurde Sinowjew von seinem Schwager, dem Berufsrevolutionär Ilja Ionow begleitet, der in Petrograd für das Verlagswesen zuständig war.

Dieser kaufte in Berlin praktisch die gesamte Sammlung der «Genossenschaft für proletarische Kunst», die der Krefelder Friedrich Wilhelm Brass gegründet hatte. Die Kunstwerke sollten den Grundstock für eine Sammlung zeitgenössischer deutscher Kunst im Eremitage-Museum bilden.

Die expressionistischen Werke gingen aber im ideologisch-kulturellen Streit zwischen traditionalistischen und avantgardistischen Kunstkreisen unter. Während jedoch in Nazideutschland ein grosser Teil expressionistischer Kunst vernichtet wurde, blieb diese Sammlung erhalten und bildet heute einen einzigartigen Bestand deutscher Kunst aus dieser Epoche.

Eremitage, Dvorzowaja nab. 34. Eintritt: 100-350 Rubel. Tel. 710-90-79.

Weitere Kulturhinweise finden sie im Veranstaltungskalender am rechten Rand unserer Webseite und in der „Nemafisha“, dem Kulturkalender des deutschen Generalkonsulats.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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