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Schlösser für neues Untersuchungsgefängnis „Kresty-2“ verloren

Von   /  29. März 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Um das neue fast fest fertiggestellte Petersburger Untersuchungsgefängnis „Kresty-2“ winden sich zahlreiche Ermittlungen und Verdächtigungen wegen Mord, Unterschlagung und Korruption. Sergei Moisejenko, stellvertretender Leiter der Petersburger Strafvollzugsbehörde (UFSIN), wurde verhaftet, weil er verdächtigt wird, seinen Untergegebenen Nikolai Tschernow umgebracht zu haben, der Bauprojekt leitete. Tschernow wurde am 2. März im Bezirk Vsewoloschsk erschossen.

Parallel dazu ermittelt das Staatliche Ermittlungskomitee (SKR) wegen der Unterschlagung im Verlauf der mehrjährigen Bauarbeiten. Gegenstand einer Untersuchung sind die geheimen Spezialschlösser für die Türen der Anstalt, die von der Firma StroiTechInvest angefertigt werden sollten, die jedoch unauffindbar sind. Nachdem anfänglich behauptet worden war, dass die Ausrüstung aus Geheimhaltungsgründen in einer anderen Strafanstalt untergebracht worden seien, stellte sich nun heraus, dass die Anstalt zur Lagerung gar nicht befugt ist.

Mittlerweile wird angenommen, dass die Schlösser gar nicht produziert wurden, da StroiTechInvest angeblich gar nicht in der Lage ist, solche herzustellen. Für die Anstalt „Kresty-2“ wurden bis jetzt 12,7 Milliarden Rubel ausgegeben. Das Gefängnis gehört mit Zellen für 4000 Insassen zu den grössten seiner Art in Europa. Es soll die völlig veraltete und chronisch überfüllte Anstalt „Kresty“ im Zentrum von Petersburg ersetzen, die im 19. Jahrhundert gebaut wurde.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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