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Schand-Gefängnis „Kresty“ soll bis 2015 durch Neubau ersetzt werden

Von   /  25. Juli 2012  /  Keine Kommentare

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eva.- Die Stadt unternimmt einen weiteren Anlauf in der Angelegenheit „Kresty“, schreibt die St. Petersburg Times. Bis 2015 soll die völlig veraltete und chronisch überfüllte Haftanstalt aus dem Stadtzentrum am Newaufer in den Vorort Kolpino in ein modernes Gefängis umziehen.

Dort soll eine Anlage nach modernen Standards für rund 4000 Häftlinge gebaut werden, in der auch Insassen anderer Stadtgefängnisse Platz finden. Der alte Gefängnisbau soll nach bisherigen Plänen in ein Hotel und ein Kulturzentrum umgewandelt werden.

Das 1890 von Antoni Tomyschko errichtete Gefängnis erhielt seinen Namen wegen seiner typischen Kreuzform. Im Verlauf seiner mehr als hundertjährigen Geschichte sass eine ganze Reihe prominenter Persönlichkeiten in seinen Zellen, darunter Trotzki, Kerensky, Gumilew und Charms.

Vor allem während der Neunzigejahre als Petersburg seinen Ruf als Verbrecherhauptstadt Russlands erhielt wurden in den Komplex, der ursprünglich für 1150 Personen gebaut worden war, bis zu 12.000 Menschen eingepfercht.

Die unmenschlichen Bedingungen in der Anstalt hatte der Stadt bereits Rügen des Strassburger Gerichtshofs für Menschenrechte eingebracht. 2007 wurde die Stadt zur Zahlung einer Wiedergutmachung in der Höhe von 20.000 Dollar an einen ehemaligen Häftling verurteilt, der zusammen mit zwölf anderen Personen in einer Zelle gehaust hatte.

www.sptimes.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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