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Russische Waffen über Helsinki nach Syrien? Finnlands Zoll ermittelt

Von   /  20. Februar 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Der finnische Zoll ermittelt zu einem mutmaßlichen Versuch, russische Militärtechnik über den Hafen von Helsinki nach Syrien zu schmuggeln, wie Reuters meldet.

Nach Angaben der Agentur war ein Container mit Ersatzteilen für Panzer am 8. Januar an Bord des Schiffes „Finnsun“ des finnischen Unternehmens Finnlines sichergestellt worden. Laut dem finnischen Zoll war das in Sankt Petersburg beladene Schiff nach Syrien unterwegs.

Da die Europäische Union ihren Mitgliedsländern verbietet, Waffen nach Syrien zu liefern, wurde die genannte Kriegstechnik im Hafen Vuosaari der Stadt Helsinki beschlagnahmt. Das genannte Unternehmen hatte auch keine Genehmigung für den Transit der Fracht über finnische Häfen, so Reuters.

Wie der Chef des russischen Waffenexportunternehmens Rosoboronexport, Anatoli Issajkin, am vergangenen Mittwoch sagte, rangiert Syrien auf Platz 13 bis 14 beim Export von russischen Waffen.

Das Unternehmen habe noch nicht alle Verträge mit Syrien erfüllt, so Issajkin. Er wollte allerdings keine näheren Informationen darüber mitteilen und berief sich dabei auf den vertraulichen Charakter der diesbezüglichen Vereinbarungen.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow bezweifelt die Richtigkeit der Meldungen. „Wir versuchen jetzt, entsprechende Berichte zu prüfen“, sagte Lawrow.

Der Konflikt zwischen der bewaffneten Opposition und den Regierungstruppen in Syrien dauert seit März 2011 an. Nach UN-Angaben sind inzwischen etwa 70 000 Menschen Opfer von Gewalt geworden. Die syrischen Behörden sind laut eigenen Angaben mit dem Widerstand von gut bewaffneten Extremisten konfrontiert, die von außen unterstützt würden.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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