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Rätselhafter „Selbstmord“ in Petersburger Untersuchungsgefängnis

Von   /  17. Mai 2018  /  Keine Kommentare

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eva.- Das staatliche Ermittlungskomitee (SRK) klassifizierte den Tod des Unternehmers Valeri Pschenitschni im Petersburger Untersuchungsgefängnis Nr.4 als Selbstmord, schreibt Newsru.com. Der 56-Jährige war laut offiziellem Bericht am 6. Februar mit gebrochenem Genick in seiner Zelle aufgefunden worden, worauf eine Untersuchung eingeleitet wurde.

Die *Nowaja Gaseta“ hingegen schreibt mit Berufung auf die gerichtsmedizinische Untersuchung, dass Pschenitschni klare Spuren einer Vergewaltigung und Folter durch Elektroschock mittels eines Teekochers aufwies und durch Erdrosseln getötet worden sei.

Nach offiziellem Bericht soll er sich zuerst die Venen geöffnet, sich dann Stromstösse versetzt und anschliessend erhängt haben, obwohl dies laut „Nowaja Gazeta“ technisch unmöglich war. Verdacht weckte ausserdem ein Brief des Opfers an seine Frau, in der er ihr einschärft, sie solle um jeden Preis schweigen.

Der Unternehmer war am 18. Januar wegen angeblicher Unterschlagung von 100 Millionen Rubel (rund 1,3 Millionen Euro) verhaftet worden. Das Geld war Teil eines Auftrags des Verteidigungsministeriums zum Bau eines U-Boots. Laut der Ermittlungen war die Auftragssumme deutlich überhöht, und die Anzahlung von rund einem Viertel verschwand.

www.newsru.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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