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Häftlinge unternehmen Selbstmordversuch während Verlegung

Von   /  29. Mai 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Während der Verlegung aus einer Strafkolonie in der Republik Komi nach Karelien unternahmen 15 Häftlinge einen Selbstmordversuch, in dem sie sich die Pulsadern aufschnitten. Sie waren in einem Spezialwaggon für Gefangenentransporte untergebracht und an den Zug Wologda-Petersburg angekoppelt.

Als man sie am 28. Mai in Petersburg entdeckte, wurden die Gefangenen sofort ärztlich behandelt, zwei von ihnen mussten ins Spital gebracht werden. Die Verlegung erfolgte wegen der Restrukturierung des Lagers N51 in Emwa, einer der ältesten Kolonien, die bereits seit den Dreissigerjahren besteht und rund 900 Insassen umfasst.

Die Polizei liess gegenüber Fontanka.ru verlauten, dass man die Aktion als Erpressungsversuch werte, weil sich die Häftlinge keine lebensgefährlichen Verletzungen zugefügt hätten. Anfang Mai waren in Russland 2200 Personen im Rahmen einer Amnestie zum 70-Jahre-Jubiläum des Kriegsendes freigelassen worden. Insgesamt sollen innerhalb eines halben Jahres 60.000 Menschen vorzeitig freigelassen werden. Die Amnestie gilt jedoch nicht für politisch prominente Fälle wie die Brüder Nawalny oder die Angeklagten im «Bolotnaja»-Fall.

Bild: Wikimedia Commons

www.newsru.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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