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Änderungen zur jährliche Aufenthalts- und Einkommensanzeige für Inhaber einer Aufenthaltsgenehmigung

Von   /  9. Dezember 2016  /  Keine Kommentare

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mm –  In Sankt-Petersburg gibt es seit dem 13 Oktober 2016 die Stadteilbüros der Ausländerbehörde nicht mehr. Die jährliche Rückmeldung zur Aufenthaltsgenehmigung in Russland  (Вид на жительство в России) kann somit auch nicht mehr im eigenen Stadtteil abgegeben werden. Mit dem Dekret des Präsidenten Nummer 156 vom 5.April 2016  wurde die gesamte  umstrukturiert und dem Innenministerium, Polizei, zugeordnet. Das hat umfangreiche Folgen für die Verwaltung von uns „Ausländern“.

Die Behörde selbst wurde in „Staatliche Verwaltung für Fragen der Migration“, auf russisch „Управление по вопросам миграции  по Санкт-Петербургу“ oder kurz „ГУВМ“ umbenannt und massiv umstrukturiert und zentralisiert.

Für die Beratung gibt es jetzt eine kostenpflichtige Stelle als Teil des vereinigten Dokumentenzenter in der Strasse der roten Textilarbeiter – „улица Красного Текстильщика“, Haus 10-12 Korpus В in der 3. Etage. Wer die Sprachprüfung  schon abgelegt erinnert sich, das Prüfzentrum ist im gleichen Gebäudekomplex.

Wer stattdessen direkt das Amt mit Fragen und Anträgen besuchen möchte muss etwas weiter in den Norden.

Hier die Adresse:

Abteilung zur „Erlaubnis des Aufenthalts“ und der Vorstufe davon, der „zeitlich befristeten Aufenthaltserlaubnis„,
Uliza Kapitana Woronina, 10a, Metrostation „Lesnaja“

Отдел оформления разрешений на временное проживание и видов на жительство
Паспортные и миграционные службы
Санкт-Петербург, ул. Капитана Воронина, 10а
Метро „Лезная“

+7 (812) 295-90-63 oder  +7 (812) 596-36-02

Dort kann auch zu den Sprechzeiten (siehe Link und PDF am Ende) die Fragen zur jährlichen Rückmeldung klären. Offiziell heist das Dokument „УВЕДОМЛЕНИЕ о подтверждении проживания иностранного гражданина или лица без гражданства в Российской Федерации“.

Was prüft die Behörde?

Es gibt offensichtliche Gründe für die jährlich Rückmeldung.

A) Der Inhaber der Aufenthaltserlaubnis lebt noch in Russland (mindestens 182 Tage / Jahr).
B) Er hat genügend Geld oder Einkommen um sich das leisten zu können.
C) Er hat die ggf. als Grund für den Aufenthalt genommene (legale) Arbeit noch.

Wie hoch muss das gemeldete Einkommen sein?

Das Einkommen muss für jeden Monat den Mindestlohn übersteigen und dann für das ganze (laufende) Jahr belegt werden. Möglich sind nach Rücksprache auch die Vorlage eines Bankauszugs aus einem speziellen Sparkonto (Выпскф из лицевого счёта по вкладу) mit einer entsprechend hohen Summe. Die Summe sollte mehr als das 12-fache des Mindestlohn betragen. Das Dokument gilt einen Monat. Oft verlangten die Sachbearbeiter jedoch Dokumente die nicht älter als 10 Tage waren.

Die letztendlich gültige bzw. individuell notwendige Höhe des Nachweises sollte der Antragsteller im Zweifel beim Amt abfragen. Via Telefon oder im Internet habe ich keine belastbare Auskunft erfahren. Daher sollte man vor der ersten Rückmeldung nicht gleich den Antrag per Post senden, sondern persönlich in der Abteilung in der Kapitana Woronina Strasse vorsprechen und eine geprüfte Version abgeben. Alternativ kann auch der kostenpflichtige Dienst vom vereinigten Dokumentenzentrum bemüht werden (Adresse oben).

Bei Versenden per Post.
Am einfachsten ist der Versand der Rückmeldung per Post.
Jede Poststelle hat die Formulare und kennt auch die richtige Zustellungsadresse. Für den Service, das Stempeln der Formulars, den Briefumschlag und das Porto fallen 329,80 Rubel (Stand Heute) an.

Welche Dokumente brauche ich?

Folgende Dokumente müssen vor der Abgabe vorbereitet werden

1. Das Rückmeldeformular „УВЕДОМЛЕНИЕ о подтверждении …“ (Download einer vermutlich gültigen Word Vorlage *).

2. Eine Kopie des aktuellen registrierten persönlichen Reisepasses. Es werdem alle Seiten welche Visa, Stempel oder Passdaten zeigen benötigt. Leere Seiten kann müssen nicht abgegeben werden. Bei den Stempeln am Besten alle Ein und Ausreise Daten des laufenden Jahres aufschreiben. Daraus die Reisen rekapitulieren und im Formular eintragen.  Der Tag der Reise im Stempel gilt als Auslandsaufenthalt. Merke – Die gesamt Dauer der Auslandsaufenthalte darf nicht mehr als ein halbes Jahr bzw. 180 oder 181 Tage betragen. Falls alle Reisen in der Summe länger waren bzw. bekannt ist das es so kommen wird, sollte mann sich das vom ГУВМ genehmigen lassen. Die Aufenthaltserlaubnis verfällt automatisch falls man länger als ein halbes Jahr nicht in Russland lebt.

3. Eine Kopie der Aufenthaltsgenehmigung „Вид на жительство“ / Vid na Shitelstvo. Die Hauptseite und die letzte Seite mit der Registrierung sind ausreichend, ggf. andere nicht leere Seiten wenn dort Daten eingetragen wurden.

4. Die Bescheinigung der Bank über die Einkünfte, die Einlagen oder ein entsprechendes Dokument des Arbeitgebers. Die meisten Banken kenne sich damit aus, ggf. verlangen Sie eine kleine Gebühr.

Falls Sie die Rückmeldung bei der Post einreichen benötigen Sie auch ein sogenannten OPIS (das Postalische Einlieferungsverzeichnis) in 2-facher Ausführung. Es kann direkt am Postschalter ausgefüllt werden.

Wichtig: Auch die Originale, also den Reisepass und die „Вид на жительство“ mit in das Amt oder zur Post mitbringen.

Wenn Sie den gestempelten Abschnitt des Formulars in der Hand halten, haben Sie für das nächste Jahr Ruhe. Den Beleg gut mit den Unterlagen aufbewahren. Der gestempelten Abschnitt vom Formular sollten sie bei allen Besuchen vom Amt in Griffweite halten.

DOWNLOADS & LINKS

Download des Formulars zur Meldung des Aufenthalts und jährlichen Einkommens als Wordtext. (Die rote Texte mit den eigenen Daten ausfüllen und dann beide Seiten auf einem Blatt ausdrucken oder kopieren)

https://78.xn--b1aew.xn--p1ai/news/item/8717731

PDF Merkblatt (Russisch): Zentrale Adresse und Öffnungszeiten fuer die persönliche Abgabe der Aufenthalts- und Einkommensmeldung „Прием уведомлений о подтверждении проживания иностранных граждан или лиц без гражданства в Российской Федерации“

 

*WICHTIG: Alle Angaben sind aus eigener Erfahrung gemacht und gelten für Sankt-Petersburg. Die Vorlage war bisher gültig und ein neue ist noch nicht publiziert. Die Adresse wurde gemäs den Angaben der Post angepasst aber die Formulardaten sind teilweise noch mit Bezug auf den alten Namen der Ausländerbehörde.

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