Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Gesellschaft  >  Aktuelle Artikel

Umfrage: Russen sehen Homosexualität als gesellschaftlich bedingt

Von   /  18. Mai 2012  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

rian.- 61 Prozent der Russen halten Homosexualität für eine erworbene Eigenschaft des Menschen. Als wichtigste Faktoren dafür nennen die Befragten den Einfluss der Medien, den Bekanntenkreis und die Erziehung. Das geht aus der jüngsten Umfrage des russischen Meinungsforschungszentrums WZIOM hervor.

47 Prozent denken, dass Medien und Propaganda schuld an der Herausbildung einer „nichttraditionellen sexuellen Orientierung“ sind. Eine große Bedeutung hat der Umfrage zufolge die Zugehörigkeit zu gewissen sozialen Kreisen (35 Prozent), Umgang mit Homosexuellen (34 Prozent) und die Erziehung (33 Prozent). Für weniger bedeutsam halten die Befragten dabei negative Erfahrungen in den Beziehungen zum anderen Geschlecht (16 Prozent).

Homosexuelle werden in Russland negativer als die Vertreter anderer Nationen, eines anderen Glaubens oder eines anderen sozialen Niveaus wahrgenommen. 45 Prozent empfinden negative Emotionen beim Umgang mit Homosexuellen, während nur zehn Prozent Abneigung bei der  Unterhaltung mit Menschen anderer Nationalität und sieben Prozent ein ähnliches Gefühl beim Kontakt mit Andersgläubigen empfinden. Bei 38 Prozent der Befragten rufen Homosexuelle keinerlei negative Emotionen hervor. Drei Prozent bekennen sich dazu, am Kontakt mit dieser Personengruppe besondere Freude zu haben.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Legale Homosexuellen-Demo in Petersburg durch Hooligans attackiert

Erste Verurteilung wegen “Homosexuellen-Propaganda” durch ein Petersburger Gericht

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Milde Strafe für jugendlichen Streich

mehr…