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Umfrage: Ein Drittel der Russen befürworten Auslandsadoptionen

Von   /  15. Februar 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Mehr als ein Drittel der Russen – 39 Prozent – treten laut einer Studie des Moskauer Meinungsforschungsinstituts Lewada-Zentrum für Adoptionen russischer Kinder durch Ausländer auf – allerdings mit dem Vorbehalt, dass die Kontrolle über die Lage der Kinder in ihren neuen Familien verschärft werden muss.

Mehr als ein Drittel der Russen – 39 Prozent – treten laut einer Studie des Moskauer Meinungsforschungsinstituts Lewada-Zentrum für Adoptionen russischer Kinder durch Ausländer auf – allerdings mit dem Vorbehalt, dass die Kontrolle über die Lage der Kinder in ihren neuen Familien verschärft werden muss.

25 Prozent der Befragten sind für ein vollständiges Verbot von Auslandsadoptionen. 22 Prozent der Befragten würden nur in den äußersten Fällen eine Auslandsadoption befürworten.

Die Umfrage des Lewada-Zentrum wurde mit Unterstützung des von Ex-Finanzminister Alexej Kudrin gegründeten Komitees für Bürgerinitiativen erstellt. Für die Studie wurden von 18. bis 21. Januar 1600 Menschen ab 18 Jahren befragt.

Die Umfrage zeige, dass das Adoptionsverfahren vereinfacht werden muss, sagte Lew Gudkow, Direktor des Lewada-Zentrums, der die Studie präsentierte.
Zu den Ursachen der Verabschiedung des sogenannten Dima-Jakowlew-Gesetzes, das US-Bürgern die Adoption der russischen Kinder verbietet, zählen 35 Prozent der Befragten den Schutz der nationalen Interessen Russlands.

34 Prozent glauben, dahinter stehe das Bestreben, die Privatinteressen von Beamten zu schützen.  Die restlichen 30 Prozent der Befragten haben keine Antwort auf diese Frage.

Die Mehrheit der befragten Russen und Russinnen glauben, die Verabschiedung des Gesetzes sei auf das Streben zurückzuführen, die russischen Waisen vor Gewalt in den USA zu schützen. Ein weiterer Teil der Befragten sehen darin den Wunsch, sich für den „Magnitsky Act“ zu rächen, sowie die Absicht der Behörden, dem Volk einzureden, dass die russischen Kinder überhaupt nicht zur Auslandsadoption freigegeben werden dürfen.

Laut der Studie erklären die Russen das Waisenproblem im Land mit der großen Zahl von alkohol- und drogensüchtigen Menschen sowie mit der hohen Anzahl an AlleinerzieherInnen, mit Herzlosigkeit, Armut und einer Verschlechterung der Gesundheit der Bevölkerung. Vier Prozent der Befragten gaben dabei an, selbst bereit zu sein, ein Kind zu adoptieren.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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