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Russlands Kinderombudsmann schlägt Alarm: Zahl der verstoßenen Kinder groß wie nie zuvor

Von   /  4. Mai 2012  /  Keine Kommentare

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rian.- Die Zahl der Familien mit nur einem Elternteil hat in Russland in den letzten Jahren laut Statistik um 30 Prozent auf 6,2 Millionen zugenommen, wie der russische Kinderombudsmann Pawel Astachow am Donnerstag im 5. Kongress der Kinderrechtsbeauftragten in Sankt Petersburg mitteilte. Astachow führte eine alarmierende Statistik an.  „Im Lande gibt es 5,6 Millionen alleinstehende Mütter und 634 500 alleinstehende Väter“, teilte Astachow weiter mit.

Nach seinen Worten erziehen fast 9500 alleinstehende Elternteile fünf und mehr Kinder in ihren Familien. Mehr als die Hälfte der nicht pflichtbewussten Eltern drücken sich regelmäßig vor Unterhaltszahlungen an ihre Kinder, rund 30 Prozent zahlen überhaupt keine Alimente. Der Präsidentenbeauftragte für Rechte der Kinder bezeichnete die Situation mit verlassenen Kindern als „katastrophal“.  Astachow verwies auch auf die alarmierende Situation bei den Geburten unter Teenagern. Nach seinen Worten haben halbwüchsige Mütter 2010 fast 23 600 Kinder zur Welt gebracht, viele Mädchen haben sich von ihren Babys in Entbindungsheimen getrennt.

Jährlich werden Astachow zufolge mehr als 76 000 Abtreibungen unter den Minderjährigen registriert, nach inoffiziellen Angaben ist die Zahl dieser Abtreibungen drei- bis viermal so groß.  2010 vergrößerte sich die Zahl der registrierten Waisenkinder in Russland um 654 500, 84 000 davon haben gesunde Eltern, die die eigenen Kinder einfach verstoßen haben.  „So etwas hat es in unserem Land noch niemals gegeben, weder nach dem Weltkrieg noch früher nach dem Bürgerkrieg“, stellte der russische Kinderombudsmann fest.  Nach seinen Worten muss dieses Problem gemeinsam mit der Russisch-Orthodoxen Kirche und allen Menschen guten Willens gelöst werden.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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