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NTW-Film über Oppositionsbewegung führt zu Protesten

Von   /  19. März 2012  /  Keine Kommentare

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eva./rian.- Der „Dokumentarfilm“ „Anatomie des Protests“, der am Sonntag ein zweites Mal ausgestrahlt wurde, hat am Wochenende zu verschiedenen Protestkundgebungen geführt.

Mindestens fünf Teilnehmer einer nicht genehmigten Aktion, darunter die namhaften Oppositionspolitiker Sergej Udalzow und Boris Nemzow, sind am Sonntag vor dem Gebäude des Fernsehzentrums Ostankino im Norden von Moskau vorübergehend festgenommen worden.

Die Teilnehmer protestierten gegen die Ausstrahlung des Dokumentarfilms „Anatomie eines Protestes“ im Fernsehsender am Donnerstag im Fernsehsender NTW. Nach Ansicht der Protestler wurden mit dem Film die jüngsten Massendemonstrationen der Opposition in Moskau in Verruf gebracht.

Unter anderem wurde im Streifen behauptet, dass die Teilnehmer der Protestaktionen ihre Teilnahme daran sowohl mit Geld, als auch mit Keksen hatten bezahlen lassen. Aus diesem Grund legten die Demonstranten am Sonntag  Packungen mit Keksen am  Eingang zum Fernsehzentrum nieder. Die Aktion zählte einige Dutzend Teilnehmer. Auch zahlreiche Journalisten waren anwesend.

In St. Petersburg versammelten sich etwa zehn Personen zum Protest vor dem Büro des Senders. Die Angehörigen der Bürgerrechtsbewegung „Bürger-Verantwortung“ verstellten mit drei Fernsehern den Eingang zur NTW-Filiale. Die Bildschirme waren mit NTW-Signeten verklebt. Die Demonstranten erklärten, sie würden ihre Fernseher zurückgegen, weil sie nichts mehr von NTW sehen wollten.

Am Freitagmorgen nach der ersten Ausstrahlung des Films, war die Webseite von NTV Ziel einer etwa einstündigen Hacker-Attacke – wie der Fernsehsender selbst vermutet, eine Reaktion auf die Ausstrahlung von „Anatomie des Protests“.

Die Media-Holding „Expert“ gab am Freitag im Zusammenhang mit dem Film, in dem Kommentare des Chefredakteurs der gleichnamigen russischen Wirtschaftszeitschrift, Valeri Fadejew, verwendet werden, das Ende der Zusammenarbeit mit NTV bekannt. Die Oppositionsbewegung will eine Sammelklage gegen den Fernsehkanal einreichen und ihn wegen gefälschter Informationen und dem Verstoss gegen das Urheberrecht zur Verantwortung ziehen.

www.rian.ru
www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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