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Neue In-Bar „Zing“: Mix aus Underground und Upperclass

Von   /  7. August 2012  /  Keine Kommentare

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Auf der Ulitsa Lomonosova Nummer 14 eröffnet eine neue Szene-Bar. Im Stil ähnelt sie den Bars in der näheren Umgebung: Aussehen soll sie subvertiv und louche, aber die Preise sprechen eine andere Sprache.

Rauchverbot und Inkognito

Um drei Uhr ist das Gedränge um den Eingang der neuen Bar immer noch groß. Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen eröffnet heute feierlich das Lokal, das bisher nur  auf Probe arbeitete. Zum anderen ist in der Bar Rauchverbot, zum Qualmen muss man raus – ungewöhnlich für Petersburg.

Ohne das Gedränge würde einem überhaupt nicht auffallen, dass es hier eine Bar gibt. Es gibt keine Aufschrift, nur eine große verglaste Flügeltür. Das Inkognito soll wohl an die illegalen Lokale zu Zeiten des Anti-Alkohol-Gesetzes der UdSSR oder die Speak easy-Kneipen während der Prohibition in den USA der 20er erinnern. Die Verglasung macht diesen Vergleich zwar etwas fragwürdig. Aber immerhin verleiht die äußere Unkennntlichkeit der Bar ein gewisses Underground-Flair.

Ähnlichkeiten mit „Terminal“ und „Dom Byta“

Von innen sieht das schon anders aus. Der Innenraum verführt durch eine lange Bar, die wie schon der gläserne Eingang Erinnerungen an die Bar „Terminal“ auf der Rubinsteiner Straße weckt. Während dort diese Kombination eine erstaunlich mediterrane Atmosphäre schafft, will das in „Zing“ aber irgendwie nicht so ganz klappen. Vielleicht liegt es an den bunten Barhockern, dem Marmor-Design der Bar oder den übergroßen goldenen Leuchtern im Art Deco Stil, die das sonst einfache Intérieur etwas erdrücken. Sie schaffen eine Atmosphäre, die eher Posh ist als Underground. Aalglattes Design. Ein bisschen London Shoreditch oder Berlin Prenzlberg.

Die Leuchter erinnern übrigens ihrerseits an die Bar „Dom Byta“ auf der Ulitsa Rasezhdaya, der Verlängerung der Lomonosova. Das hat seinen Grund: Die beiden Bars, wie auch die Petersburger Bar „Ovsjanki“ wurden von derselben Designerin gestaltet. Kira Grishina hat sich vor allem dadurch einen Namen gemacht, den Club „Solyanka“ in Moskau eingerichtet zu haben, den ersten Club dieser Art im Land.

Abgehobene Preise

Die Preise in „Zing“ sind leider ebenfalls eher Upper class. Mit 250 Rubeln für ein Bier und 340 Rubeln für einen Longdrink  landet Zing unter den Bars der Umgebung einen Rekord. Da hilft auch die Chillout Musik einem tatsächlichen Angehörigen des Untergrunds nicht mehr, sich zu entspannen. Eher muss er auch in Petersburg diesen Trend erkennen, den man aus den Metropolen des Westens schon gewöhnt ist: dass Underground plötzlich ganz besonders classy wird.

Anziehen wird die Bar wohl hauptsächlich Gäste der Partymeile Dumskaya, zu der die Lomonosova Straße führt, sowie die solventen Kunden der  gepflegten Etablissements der Rubinsteiner Straße.

 

 

 

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