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Trotz Sanktionen: Siemens baut Gasturbinen für die Krim – Medien

Von   /  6. Juli 2017  /  Keine Kommentare

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spn.- Trotz der vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen, die unter anderem die Lieferung von Energietechnologien auf die Krim verbieten, soll der Konzern Siemens Gasturbinen für die Halbinsel produziert haben. Das schreibt die Agentur Reuters unter Verweis auf gut unterrichtete Quellen. Demnach benötigt Russland die Turbinen für zwei auf der Krim im Bau befindliche Kraftwerke. Die Lieferung der Turbinen musste um ein Jahr verschoben werden, da die interessierten Firmen die Verletzungen der EU-Sanktionen befürchteten, so die Quellen.

Indes gab Russlands Energieministerium keine Kommentare dazu ab. Dennoch sagte eine namentlich nicht genannte Quelle, dass die Turbinen auf dem Seeweg auf die Krim gebracht worden seien. Ihr zufolge sind diese für die Kraftwerke in Sewastopol bestimmt und im Hafen der Stadt entladen worden. Es soll sich dabei um Gasturbinen vom Typ SGT5-2000E handeln, die nur Siemens und seine Tochterunternehmen bauen. Das Unternehmen selbst dementierte die Meldungen über diese Lieferungen. Wie Siemens-Sprecher Wolfram Trost sagte, hat Siemens keinerlei Turbinen auf die Krim exportiert und hält alle Regeln der Exportkontrolle strikt ein.

Laut der Agentur ist derweil unklar, ob Siemens tatsächlich von den Lieferungen gewusst habe. Hätte das deutsche Unternehmen davon gewusst, so drohten ihm potentielle Vorwürfe, gegen die Sanktionen verstoßen zu haben. In Sewastopol und Simferopol auf der Krim werden zurzeit zwei Wärmekraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 940 Megawatt gebaut. Sie sollen die Krim-Bewohner künftig reibungslos mit Strom versorgen.

www.sputniknews.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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