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Spionage-Prozess in Stuttgart: Haftstrafe für russisches Agentenpaar

Von   /  10. Juli 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Die Eheleute Andreas und Heidrun Anschlag, die in Deutschland wegen Spionage für Russland zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden sind, wollen das Urteil nicht anfechten.  „Wir werden keine Berufung einlegen“, teilte Johannes Hofmann, einer der Verteidiger des Agentenpaars, RIA Novosti mit. Nach seinen Worten möchten die Mandanten, dass das Gerichtsverfahren schnellstens beendet wird.

Das Stuttgarter Oberlandesgericht hatte am 2. Juli Andreas Anschlag als Offizier des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR zu sechs Jahren und sechs Monaten Freiheitsentzug verurteilt. Seine Frau Heidrun Anschlag muss fünf Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Darüber hinaus beschloss das Gericht, die 500.000 Euro, die das Ehepaar angeblich für ihre Spionageaktivitäten kassiert hat, einzutreiben und das konfiszierte Vermögen, darunter Computer und Radioempfänger, im Wert von 35.000 Euro einzubehalten.

Das Urteil tritt in der Ncht zum Mittwoch in Kraft.  Die Enttarnung der Anschlags gilt als größter Spionageeklat seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Eheleute, die in Wirklichkeit angeblich Alexander und Olga heißen und mit österreichischen Pässen in Deutschland lebten, wurden im Oktober 2011 festgenommen und ein Jahr später angeklagt.  Nach Angaben der Ermittler hat das Ehepaar bereits 1988 Spionageaktivitäten aufgenommen und den russischen Auslandsgeheimdienst mit vertraulichen Informationen über die politische und militärische Strategie der EU und der Nato beliefert. Die beiden hoffen, durch einen Agentenaustausch in die Heimat zurückkehren zu können.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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