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Sedelmayers Immobilien-Pfändung in Schweden: Russland legt Berufung ein

Von   /  18. Oktober 2010  /  Keine Kommentare

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Die Vermögensverwaltung des Kreml hat gegen den Beschluss des Stadtgerichts von Stockholm, dem russischen Staat gehörende Immobilien in der schwedischen Hauptstadt pfänden zu lassen, Berufung eingelegt. Das teilte Viktor Chrekow, Sprecher der Kreml-Vermögensverwaltung, am Freitag RIA Novosti mit. Die Vollstreckung des Pfändungsbefehls werde für die Dauer des Berufungsverfahrens ausgesetzt.

Der Pfändungsbescheid war am 11. Oktober erlassen worden. Es handelt sich dabei um eine Sicherungspfändung auf Antrag des deutschen Bürgers Franz Sedelmayer, der sich in einem jahrelangen Rechtsstreit mit Russland befindet. Der Münchener Unternehmer Sedelmayer hatte Anfang der 1990er Jahre in Sankt Petersburg 2,3 Millionen Dollar Investitionen verloren. 1998 gewann er ein Schiedsverfahren gegen Russland und versucht seitdem über Jahre, seine Schadenersatzforderungen, derzeit einschließlich Zinsen und Gerichtskosten rund 4,7 Millionen US-Dollar, durchzusetzen.

Obwohl die meisten Versuche, russisches Staatseigentum beschlagnahmen zu lassen, bisher gescheitert waren, konnte der deutsche Unternehmer einige Erfolge verbuchen: So hatte ein Gericht in Köln das in russischem Besitz befindliche Gebäude der ehemaligen sowjetischen Handelsvertretung versteigern lassen. Im Dezember 2008 ging ein Teil des 15.000 m2 großen Gebäudekomplexes unter den Hammer und wurde vom russischen Staat für eine Million Euro ersteigert.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Affäre Sedelmayer: Wieder russische Staatsvermögen beschlagnahmt – diesmal in Schweden

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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