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Kommentar: die Online Kapelle des Arnold Janssen

Von   /  12. Juli 2011  /  Keine Kommentare

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mm- Als ich die Meldung von unserem kath. Pfarrer Stark, selbst ein „Steyler“ Ordensbruder zugesendet bekommen habe, dachte ich da möchte die Kirche mal so eben auf Modern machen. War das ernst gemeint? Aber nachdem ich inzwischen regelmässig die Webseite der „www.onlinekapelle.de“ besucht habe, scheint mir die Notwendigkeit eines kontemplativen Ruheraums im Internet durchaus verständlich. Die Frage ist jetzt, warum ist bloss früher niemand auf die Idee gekommen?

Die Webseite zeigt einfach die Grablege des Gründers der Steyler Missionare in gleichnamigen Ort in Holland. Es gibt schöne Musik, und wenn mann mit der Maus über den einen oder anderen Gegenstand fährt, kann kann man mehr erfahren. Über den Gründer den Hl. Arnold Janssen, der neue Medien immer fest in sein Missionsmarketing eingbaut hat, über Hl. Joseph Freinademetz, der als einer der ersten Missionare aus Deutschland nach China ging.

Interessant ist es eine Kerze anzuzünden, welche 2 Tage brennt und dabei einen Wunsch aufzuschreiben. Im Gegensatz zur echten Kerze sieht der Besucher hier was den Mitmenschen bewegt hat.
Im Anliegenbuch, kann nachgelsen werden welche Gebet und welche Fürbitte die Besucher für einander beten können um sich gegenseitig zu unterstützen. Die Kapelle ist in 5 Sprachen online, leider noch nicht auf Russisch.

Der Initator der Onlinekapelle spricht über seine Idee und den überaschenden Erfolg – ein Audio-Interview mit dem Rektor von Steyl, Pater Manfred Krause über die Steyler Onlinekapelle.

 

Die Geschichte der Steyler Missionare ist auch eng mit dem Deutschen Kulturkampf verbunden.

Reichskanzler Otto von Bismarck und seine Anhänger setzten nach der REichsgründung eine Reihe von Anordnungen und Gesetzen durch, die direkt oder indirek,t  an dem Selbstverständniss der katholische Kirche rüttelten. Sachfragen und Repression vermischten sich, und bis zu 1800 Pfarrer wurden bis zur Einigung 1878 verurteilt. Die Preussen wollte Zivilehe einführen und den Staat vor der Kirche sehen. Da in diesem Umfeld kein neuer Orden gedeiet, gründete Arnold Janssen seine Missionsgesellschaft direkt an der Deutsch-Niederländischen Grenze im holländischen Steyl und bewies sein ganzes Leben mit gewitzen Schachzügen und lebensnahen Aktionen, das Kirche für die Menschen da sein kann und nicht zwingend auf der Seite des Staates stehen muss. So lässt sich wohl der Erfolg der Gesellschaft begründen die mit über 10.000 Mitgliedern weltweit Vorbildliches leistet.

video: Pressestelle Steyler Missionare
Text:: Markus Müller

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