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Fall Sedelmayer – Köln will russische Handelsvertretung versteigern

Von   /  19. September 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Russland will an der Versteigerung des Gebäudes der früheren Handelsvertretung der UdSSR in Köln teilnehmen und alles nur Mögliche zum Schutz der eigenen Interessen tun, so der Pressesprecher des Verwaltungsamtes des russischen Präsidenten, Viktor Chrekow, am Montag zu RIA Novosti.    Die Immobilie, ein vierstöckiges Wohn- und Bürohaus in Köln,  soll auf Klage des deutschen Unternehmers Franz Sedelmayer unter den Hammer gehen.

„Zum Schutz der Interessen Russlands werden alle notwendigen Maßnahmen getroffen. Die Immobilie wird zur Auktion ausgestellt und wir nehmen daran teil“, so Chrekow. Die russische Seite habe eine eigene Taktik in dieser Angelegenheit, ergänzte der Sprecher.  „Wir betrachten den Beschluss des Hohen Schiedsgerichts in Stockholm (in einer ähnlichen Angelegenheit), auf den sich Sedelmayer berufen hat, als unfair. Denn seinerzeit wurden die Interessen Russlands im Ausland nicht in gebührender Weise geschützt. Heute sind wir darum bemüht, die Gerechtigkeit wiederherzustellen, und werden unser Möglichstes tun, um das Eigentumsrecht Russlands auf diese Immobilie zu schützen“, so der Sprecher.

Der Oberste Gerichtshof Schwedens hatte am 1. Juli 2011 beschlossen, die diplomatische Immobilie Russlands in diesem Land – die Wohnräume der Handelsvertretung in Schweden – zugunsten von Sedelmayer zwangszuversteigern. Der deutsche Geschäftsmann ist seit Jahren bemüht, von Russland  Entschädigung für den Verlust zu erhalten, den er bei der Gründung eines Geschäfts in den 1990er-Jahren  in Sankt Petersburg erlitten hatte.

1991 hatten Sedelmayers Gesellschaft SGC International und die Verwaltung des Innern von St.Petersburg ein Joint Venture gegründet. Zum Stammkapital steuerte die Verwaltung des Innern ihre Residenz bei, die in einer St. Petersburger Stadtvilla untergebracht war. 1995 wurde das Gebäude der Geschäftsführung des Präsidenten Russlands übergeben, wonach Sedelmeier die Forderung stellte, seine Ausgaben für die Rekonstruktion des Gebäudes zu kompensieren.

1998 beschloss die Internationale Geschäftsarbitrage in Stockholm, der Unternehmer solle 2,35 Millionen Dollar an Schadenersatz bekommen. Da die russische Seite diesen Beschluss nicht erfüllt hat, begann Sedelmeier die Suche nach russischem Eigentum, das für die Zwecke des Schadenersatzes verwendet werden könnte. Neben einem Gebäude in Schweden besteht Sedelmayer auf den Verkauf eines Teils der ehemaligen sowjetischen Handelsvertretung in Köln, teilt die Zeitung mit

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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