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Zwei Blackouts legen fünf Petersburger Stadtbezirke lahm

Von   /  6. November 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Eine Störung im Kraftwerk „TEZ-1“ in Avtovo sorgte kurz hintereinander für grossflächige Stromausfälle. Trams und Trolleybusse standen still, Lichtsignale fielen aus, Rolltreppen blieben stehen und Krankenhäuser mussten durch Notstromaggregate versorgt werden.

Das erste Blackout ereignete sich am 5. November um ca. 14.00 und dauerte rund vier Stunden. Wegen eines beschädigten Generators fielen im „TEZ-1“ im südlichen Stadtteil Avtovo zwei Turbinen aus. Zwei weitere Kraftwerke schalteten sich darauf vermutlich automatisch ebenfalls aus.

Im Kirowski, Admiralteijski, Moskowski, Krasnoselski und Wassiliostrowski Bezirk stand für mehrere Stunden alles still. Rund 30.000 Haushaltungen hatten keinen Strom, etwa 60 Lichtsignale fielen aus, Trams und Trolleybusse blieben stecken und versperrten teilweise ganze Kreuzungen und sorgten für ein zusätzliches Verkehrschaos.

Verfassungsgericht und Staatliche Uni ohne Licht

Obschon die Metro über ein autonomes Stromnetz verfügt, standen an mehreren Stationen die Rolltreppen still, und die Passagiere mussten zu Fuss weiter. An den Stationen der dritten und fünften Linie flackerte zeitweise das Licht. In vier Spitälern wurden die Notstromagregate angeworfen. Nicht verschont vom Stromausfall wurde auch das Verfassungsgericht im ehemaligen Senatsgebäude im Stadtzentrum.

Am nächsten Morgen wiederholte sich der Stromausfall um 9.45 Uhr – während etwa einer Stunde blieben rund 16.000 Häuser und Wohnungen ohne Elektrizität und rund 40 Lichtsignale verloschen. Die Staatliche Uni musste ihre Vorlesungen ohne Licht beginnen und in den Krankenhäusern starteten wiederum die Dieselmotoren. Der zweiten Ausfall ereignete sich offenbar als man im „TEZ-1“ versuchte, die ausgefallenen Turbinen auf volle Leistung zu bringen und diese sich automatisch abschalteten. Das letzte grosse Blackout ereignete sich im Februar 2013.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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