Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Zirkusreifer Geldraub auf der Petersburger Ringautobahn

Von   /  28. November 2013  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

TOPTICKER.- Während eines spektakulären Überfalls auf einen Geldtransporter der Bank „Otkrytie“ auf der Ringautobahn (KAD) wurde am 27. November die Rekordsumme von 150 Millionen Rubel (rund 3,4 Millionen Euro) gestohlen. Die Präzision der Aktion lässt darauf schliessen, dass Insiderwissen im Spiel war – die Bank wurde im vergangenen Jahr schon fünfmal überfallen.

Die Gangster machten in drei schwarzen Autos, zwei Infiniti und ein Toyota, Jagd auf den als normalen Lastwagen getarnten Geldtransporter. Auf der Höhe der Ausfahrt Sofiiskaja Uliza/ Obuchowskaja Oborona keilten sie den Lastwagen ein, drängten ihn gegen die Leitplanken und brachten ihn zum stehen. Von der anderen Seite parkierte einer der Wagen so, dass auch von dieser Seite die Fahrerkabine blockiert war und die Wachmänner eingeschlossen waren.

Warenlift herausgerissen und Türen aufgebrochen

Von den sechs maskierten Männern hielt einer die Wachmannschaft mit einer Kalaschnikow in Schach, während sich die übrigen an die kostbare Ladung machten. Schnell und offenbar bestens informiert über den Verschluss des Lastwagens rissen die Räuber mit einer Trosse und vorbereiteten Haken zuerst den hochgeklappten Lift an der Rückseite heraus, um an die Türen zu kommen. Diese wurden mit Brecheisen geknackt, und der Raub konnte schnell und ohne grosses Aufsehen umgeladen werden.

Erst nach einer halben Stunde konnte die Polizei verständigt und eine Fahndung organisiert werden, die jedoch erfolglos blieb. Die gestohlene Summe wurde zunächst mit 139 Millionen Rubel angegeben, später wurde der Betrag nach oben korrigiert. Dieser Raub ist bereits der fünfte im Verlauf eines Jahres, und die Polizei nimmt an, dass die Räuber einen Informanten in der Bank haben. Ansonsten wäre der unauffällige Lastwagen kaum als Geldtransport wahrgenommen worden. Zur Zeit suchen die Ermittler nach Zeugen der Tat, die eventuell Teile des Geschehens per Videoregistrator aufgenommen haben. (eva)

www.fontanka.ru

Weitere Neuigkeiten finden Sie auf unserem Nachrichtenticker >>>

Weitere Artikel zu diesem Thema:

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Fussball-WM 2018: Der Weg zum Stadion „Sankt Petersburg“

mehr…