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Zentausende Petersburger stehen für Dreikönigsgaben an

Von   /  17. Januar 2014  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Während der ersten zwei Tage besuchten 76.000 Petersburger Pilger die Dreikönigsgaben in der Kasaner Kirche des Nowodewitschi-Klosters. Die Gläubigen trotzen den Minustemperaturen und erdulden geduldig die kilometerlange Warteschlange.


Dabei werden sie so gut wie möglich unterstützt. Die Polizei sorgt mit Sperren und einer Grosszahl von Beamten dafür dass niemand die Reihe überspringt oder sich unterwegs hineindrängt. Ausserdem bildet die Polizei abschnittweise Freiräume, um Gedränge oder eine Massenpanik zu vermeiden.

Entlang der Menschenkette stehen die Aufwärm- und Verpflegungsbusse, aus Feldküchen wird den Leuten Kascha mit Fleisch geschöpft. Auf einem Riesenbildschirm wird für die Wartenden das Geschehen aus der Kirche übertragen. Zwar kommt es von Zeit zu Diskussionen an einer Sperre, aber insgesamt wirkt der Ablauf sehr diszipliniert. Überall stehen freiwillige Helferinnen und Helfer in grünen Trikots für Fragen und die Betreuung der Menschen zur Verfügung.

Eingang am Nordende des Klosters

Die Warteschlange beginnt in der Tschernigower Strasse, unweit der Metrostation „Frunzenskaja“, zieht sich dann entlang des Moskowski Prospekt und wird durch das Tor am Nordende ins Kloster eingelassen. Am Südende ist der Ausgang für die Pilger, gleichzeitig werden dort Leute mit Kindern, Betagte, und Behinderte hineingelassen. Von Zeit zu Zeit wird ein Trupp Soldaten durch dieses Tor hineingelassen.

Der grösste Teil der Menge besteht aus Frauen in dicken Woll- und Pelzmänteln, die vor den Gaben für das eigene Wohl und das ihrer Angehörigen beten wollen. Dazwischen stehen einige wenige Männer. Ab und begleiten Geistliche eine gebrechliche oder kranke Person an den Absperrungen vorbei.

Vier bis fünf Stunden Wartezeit

Im Gegensatz zu Moskau, wo die Pilger bei relativ milden Temperaturen warten mussten, herrscht hier bereits grimmiger Frost. Dafür sind die Wartezeiten von vier bis fünf Stunden etwa um die Hälfte kürzer als in der Hauptstadt. Allein in den ersten zwei Tagen haben auf diese Weise 76.000 Gläubige die Reliquien angebetet.

Trotz des grossen Andrangs wurde beschlossen, die bisherigen Öffnungszeiten einzuhalten und die Reliquien in der Nacht nicht zugänglich zu machen. Nach St. Petersburg werden die Dreikönigsgaben nach Weissrussland und von dort in die Ukraine gebracht.

 

 

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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