Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Zenit-Basel – die Schweizer kicken die Petersburger aus der Europa League

Von   /  15. März 2013  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

eva.- Nach einem Hinspiel-Sieg von 2:0 für die Basler erwartete den FCB ein Kampf ums Überleben in St. Petersburg. Obschon Zenit mit 1:0 siegte, hielten die Schweizer ihren Torvorsprung tapfer und zogen in den Viertelfinale ein.

Fast schien die Strategie von Zenit-Trainer Luciano Spalletti aufzugehen, der vor dem Spiel gesagt hatte, seine Mannschaft strebe ein Tor pro Halbzeit an – um dann in der Verlängerung zu siegen. Die Petersburger setzten den FCB von Anfang an einem gewaltigen Druck aus, und konnten in der 30. Minute promt einen gut verwerteten Eckball von Hulk über Lombaerts und Witsel im Basler Tor platzieren.

Auf Basler Seite schien in der ersten Halbzeit alles schief zu laufen, Valentin Stocker musste nach einem Schlag ins Gesicht bei einem Zusammenstoss Aleksandr Kerschakow vom Feld. Der heissspornige Marcelo Diaz kriegte zweimal die Gelbe gezeigt und musste raus.

In Unterzahl ging es weiter gegen die Mannschaft von Zenit, die im Vergleich zum Hinspiel mächtig an Tempo und Aktion zulegten, so dass die Basler zeitweise nur damit beschäftigt waren, hartnäckig ihr Tor verteidigen.

Doch die Russen machten Fehler und verschossen ihre guten Torchancen in der 75. und 83. Minute. Heldenhaft mit einem Fuss hielt der Basler Goali Sommer den Elfmeter in der 86. Minute, der die Verlängerung und damit wahrscheinlich das Aus für die Schweizer Mannschaft bedeutet hätte. Während der letzten Minuten, in denen Zenit verzweifelt attackierte, aktivierte der FCB ihre letzten Kräftereserven – und hielten aus.

Im vollbesetzten Stadion harrte bei eisigen Temperaturen auch ein Grüppchen von 50 bis 60 Schweizer Fans aus. „Ich habe mir fast die Füsse abgefroren“, erzählt der in Petersburg lebende Hotelier Taddeo Battistini. „Ich hatte mir extra von der Datscha meine Walinkis geholt, aber das half nichts.“

Beide Mannschaften hätten super gespielt, und die Atmosphäre im Stadion sei sehr gut gewesen. „Schade, dass die Petersburger ihren Penalty nicht verwerten konnten – sie hätten es verdient.“ Nun ist Battistini gespannt, wer den Basler in der nächsten Runde gegenüber steht. „Wäre schön, wenn Rubin Kasan ausgelost würde, dann würde ich mal nach Kasan reisen.“

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Ostsee-Tunnel Tallinn-Helsinki nimmt konkretere Formen an

mehr…