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Zenit-Arena: Hausdurchsuchungen und Festnahme wegen Betrugsverdacht

Von   /  19. Mai 2016  /  Keine Kommentare

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eva.- Wegen des Verdachts der Unterschlagung von 74 Millionen Rubel wurden an 15 Orten in Petersburg und Moskau Hausdurchsuchungen durchgeführt. Das Geld war für die Beleuchtungsanlagen im neuen Zenit-Stadion auf der Krestowski-Insel vorgesehen.

Die Innen- und Aussenbeleuchtung hätte bis Ende 2015 von der Moskauer Firma „StroiElektroMontasch Nr.5“ (SEM Nr.5) angebracht werden sollen, doch wurde bis heute nichts montiert. Im März wurde daher der Vertrag von der Stadtregierung gekündigt. Laut Fontanka.ru hatte die Firma den Auftrag 2014 erhalten als die vorgesehene italienische Beleuchtung wegen der Sanktionenpolitik kurzerhand durch russische aus der Produktion von Boos Lighting Group ersetzt wurde, die dem früheren Kaliningrader Gouverneur Georgi Boos gehört.

Angeblich wurde Ausrüstung im Wert von 101 Millionen Rubel gekauft, doch soll sie in Wirklichkeit nur 27 Millionen gekostet haben. Die Abteilung für Wirtschaftssicherheit des Innenministeriums ist nun auf der Suche nach den Verschwundenen 74 Millionen Rubel (rund 1 Million Euro). Mittlerweile wurde der Generaldirektor von SEM Nr.5 Wasili Sliwkin verhaftet und per Eskorte zum Verhör nach Petersburg gebracht.

Verhafteter Direktor erhielt Orden

Das Unternehmen SEM Nr.5 war zuvor bereits an den Arbeiten in der neuen Bühne des Mariinsky-Theaters (Mariinsky-2) und an der Renovation des Bolschoi-Theaters in Moskau beteiligt. Sein Direktor erhielt auf Anordnung von Präsident Putin den Orden „Für Verdienste vor dem Vaterland“ zweiten Grades. Allerdings geriet SEM Nr.5 in den letzten Monaten im Zusammenhand mit dem Korruptionsskandal bei Renovationsaufträgen des Kulturministeriums in die Schlagzeilen.

Am neuen Zenit-Stadions, das zur Fussball-WM von 2018 eröffnet werden soll, wird bereits seit zehn Jahren gebaut. Das Projekt kommt nur schleppend voran, weil es ständig abgeändert wird und sich über die Jahre massiv teurer geworden ist. Bisweilen kamen die Bauarbeiten ganz zum Stillstand.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold (Archiv 2014)

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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