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Zehn Millionen in zwei Minuten – WTB-Bankfiliale ausgeraubt

Von   /  24. Juli 2012  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Bei einem präzis ausgeführten Einbruch in die WTB-Filiale am Moskowski-Prospekt 220 konnte eine dreiköpfige Bande innert Minutenfrist rund 250.000 Euro erbeuten und unerkannt entkommen.

Kurz nachdem die Bank am vergangenen Samstag um 19.00 ihre Schalter geschlossen hatte, wurde im Schliessfachraum der Alarm ausgelöst. Die Wachmannschaft, die kurz darauf eintraf konnte nichts Verdächtiges feststellen, doch verständigte sie die Filialleitung, und man begab sich in den Keller.

Dort fand man zwei gefesselte Bankangestellte und ein Loch im Boden. Wie sich herausstellte waren kurz zuvor drei Maskierte durch das gebohrte Loch in den Zählraum gelangt, hatten die beiden Frauen gefesselt, ihre Beute verstaut und waren ebenso schnell wieder durch den Gang aus dem Keller des Nachbarhauses verschwunden.

Offenbar war der Raub bis ins kleinste Detail geplant, die Diebe mussten über die Räumlichkeiten und die Abläufe der Bank bestens informiert sein. Die Ruhe und Präzision, mit der der Raub vor sich ging, bekamen auch die beiden Opfer zu spüren, die weder angeschrien noch misshandelt worden waren.

Nach Einschätzung der Polizei hatten sich die Räuber in der Nach vor dem Raub innerhalb von vier bis fünf Stunden bis zum Kellerboden durchgegraben. Sie hatten den Alarm beim Betreten des Schliessfachraums und die Frist bis zum Eintreffen der Wache bewusst einkalkuliert.

Die „Handschrift“ der Täter stimmt in keiner Weise mit den verwegenen und bisweilen brutalen Überfällen auf Banken und Schmuckgeschäfte der letzen Monate überein. An ähnliche gentlemanlike Taten erinnert man sich nur in den Achtzigerjahren.

1984 waren in Leningrad ein bekanntes Pfandleihgeschäft und ein Laden mit teuren Westwaren durch einen Kellerdruchbruch ausgeräumt worden. Im letzteren Fall besassen die Räuber die Dreistigkeit, noch einmal zurückzukehren und auch noch die deutschen Kühlschränke abzuschleppen, die man man bei der ersten Tour stehengelassen hatte. (eva)

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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