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Zahlen und Fakten: Die russische Wirtschaft im Jahr 1 der Krise

Von   /  19. März 2009  /  Keine Kommentare

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russland.ru: Die Ölverarbeitung auf dem Inlandsmarkt hat um Januar dieses Jahres 19,3 Millionen Tonnen betragen, was 2,8 Prozent unter dem Niveau von Januar 2008 und 0,3 Prozent unter dem Niveau von Dezember 2008 liegt.

Der Ölexport ist im Januar des laufenden Jahres gegenüber Januar 2008 um 3,4 Prozent und gegenüber Dezember 2008- um 2,8 Prozent auf 20,5 Millionen Tonnen geschrumpft. Der durchschnittliche faktische Exportölpreis hat sich im Januar dieses Jahres auf 291,8 US- Dollar pro Tonne (89,6 Prozent gegenüber Dezember 2008) belaufen.

EU bremst Gasimporte aus Russland

Wie die Zeitung „Wedomosti“ in ihrer Mittwochausgabe unter Berufung auf die Verwaltungszentrale der russischen Energiebranche berichtete, hat Gazprom vom 1. Januar bis 15. März rund 24 Milliarden Kubikmeter Erdgas in Länder außerhalb der GUS exportiert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahrs seien es 40 Milliarden Kubikmeter gewesen.

Auch die Förderungsmenge von Gazprom sei vom 1. bis 16. März um 21 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum 2008 zurückgegangen.

Ein Gazrpom-Manager erklärte diesen Rückgang gegenüber der Zeitung damit, dass die EU den Kauf von „teurem“ Gas einschränken wolle. Zurzeit greife Europa häufiger auf seine Gasspeicher zurück und warte auf eine deutliche Preissenkung bei Importen aus Russland.

Im Februar war Gazprom in seiner Jahresprognose für 2009 davon ausgegangen, dass seine Gasexporte in die Länder außerhalb der GUS insgesamt um fünf Prozent auf 170 Milliarden Kubikmeter sinken würden.

Wie die am Mittwoch veröffentlichte Prognose der Regierung lautet, geht der russische Gesamtexport 2009 voraussichtlich um 45 Prozent zurück.

„Daraus resultiert eine Schrumpfung der Investitionsaktivitäten, wobei der Handel voraussichtlich nur schwach wächst und die Reraleinnahmen der Bevöl-kerung stagnieren. Dadurch geht das Bruttoinlandsprodukt um 2,2 Prozent zu-rück. Der Handel wächst um 0,3 Prozent, die Investitionen sinken um 13,8 Prozent“, hieß es.

Insbesondere im ersten Halbjahr sei eine ausgeprägte Talfahrt zu erwarten, erst danach würden die beschlossenen Anti-Krisen-Maßnahmen Wirkung zeigen. Die Ölförderung gehe 2009 um 1,1 Prozent auf 482 Millionen Tonnen, der ge-samte Ölexport um 2,5 Prozent auf 237 Millionen Tonnen zurück.

Für die Sberbank wird 2009 ein profitables Jahr sein

Die russische staatliche Sberbank (Sparbank) rechnet damit, dass das Jahr 2009 profitabel sein wird, obwohl der Profit selbst bestenfalls bedeutend kleiner als im Vorjahr sein wird. Das sagte der Vorstandschef der Sberbank, German Gref, am Mittwoch.

Der Profit kann nach seiner Auffassung durch rasche Erhöhung der Arbeitsef-fizienz sowie durch die große Kürzung von jeglichen Ausgaben entstehen. Sberbank-Experten haben mehrere Varianten der Wirtschaftsentwicklung analy-siert, betonte Gref. „Alles hängt vom Entwicklungsszenarium ab. Aber auch bei pessimistischem Szenarium wird es 2009 keine Verluste geben. Selbst schlimmstenfalls wird die Bank 2009 um mehrere Milliarden Rubel pro-fitieren“, prognostizierte er.

Ferner wird die Sberbank die Verbindlichkeiten des Autowerks GAZ (Nischni Now-gorod) umschulden.

Die Bank werde auch die anderen GAZ-Gläubiger auf die Notwendigkeit einer Umschuldung hinweisen. Zuvor hatte die GAZ-Leitung der Sberbank ein Pro-gramm zur Umstrukturierung des Unternehmens vorgelegt.

„Auf uns (Sberbank) sowie die VTB-Bank und die Entwicklungsbank VEB entfal-len etwa 30 Prozent aller GAZ-Schulden. Dabei hat die VTB den größten An-teil davon … Die Sberbank hat das GAZ-Programm akzeptiert und will auch die anderen Gläubiger davon überzeugen, dass der GAZ-Konzern nicht in den Konkurs getrieben werden darf“, sagte Gref.

Vor kurzem hatte der Chef des Hüttenkombinats Nowolipezk (NLMK), Wladimir Lissin, erklärt, dass gegen GAZ ein Konkursverfahren eröffnet werden solle.

„Im Fall des Konkurses würden 115 000 Menschen ihren Job verlieren“, sagte Gref weiter. „Wir glauben nicht, dass der GAZ-Konzern schnellstmöglich all seine Schulden tilgen soll … Wenn wir eine harte Position gegenüber allen Schuldnern bezögen, würden wir mit unseren Aktiva von 7,5 Billionen Rubel die halbe Wirtschaft des Landes in den Konkurs treiben“, sagte Gref.

Inflation vom 1. bis 16. März bei 0,6 Prozent gelegen

Die Inflationsrate in Russland hat vom 11. bis 16. März 0,2 Prozent ausgemacht. Seite Anfang des laufenden Monats be-trug sie 0,6 Prozent. Seit dem Jahresanfang habe die Inflation 4,7 Prozent erreicht.

In der vorigen Woche habe sich der Preisanstieg in erster Linie für Zucker und Tee (jeweils 1,9 Prozent und einen Prozent) beobachten lassen, heißt es im Dokument. Für gefrorenen Fisch, Reis, Nudeln und Kindernahrung seien die Preise um 0,6-0,7 Prozent gestiegen.

Sonnenblumenöl, Quark und Eier seien die Preise dagegen um jeweils 0,5 Pro-zent, 0,1 Prozent und 0,2 Prozent gesunken, so Rosstat. Die Obst- und Gemüsepreise haben allerdings im Durchschnitt um 0,2 Prozent zugelegt. Das Automobilbenzin sei um 0,6 Prozent und der Dieseltreibstoff um 0,8 Pro-zent billiger geworden.

Russische Banken senkten Einfuhr von Valuta im Januar um 17 Pro-zent

Die russischen Geschäftsbanken haben im Januar Valuta in bar für umgerechnet 9,7 Milliarden US-Dollar eingeführt. Das ist um 17 Prozent weniger als im vergangenen Dezember, teilte die rus-sische Zentralbank am Mittwoch in Moskau mit. Dabei sei die Einfuhr des Euro um 31 Prozent eingebrochen, während die des Dollar beinahe unverändert geblieben sei, hieß es.

Im Januar führten die bevollmächtigten Banken etwas mehr als 40 Milliarden US-Dollar aus dem Land aus, 64 Prozent weniger als im Dezember 2008, hieß es.Kirowets Traktor

Amtlicher Eurokurs zum Rubel zum 19. März 2009

Die russische Zentralbank hat zum 19. März 2009 den amtlichen Eurokurs zum Rubel mit 44,8083 Rubel für einen Euro festgesetzt. Die europäische Währung gewann verlor damit 0,0520 Rubel gegenüber dem Vorwert.

Amtlicher Dollarkurs zum Rubel zum 19. März 2009: 34,4203 für einen Dollar

Die Zentralbank der Russischen Föderation hat zum 19. März 2009 den amtlichen Dollarkurs zum Rubel mit 34,4203 Rubel für einen Dollar festgesetzt. Damit verlor die US-Währung 0,1115 Rubel gegenüber dem Vorwert.

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