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WM2018 – was rund um den Fussball geschieht: Todesopfer bei Schulabschlussfeier «Alye Parusa – Schlägereien und Handgemenge auf und neben den Spielfeldern

Von   /  24. Juni 2018  /  Keine Kommentare

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eva.- Während der jährlichen Grossveranstaltung für Schulabgänger «Alye Parusa» etrank ein Zuschauer in der Newa. Nach dem Spiel Deutschland-Schweden kam es zwischen zu einem Handgemenge. Argentinien verlangt die Deportation argentinischer Fans, die in Nischni-Nowgorod eine Schlägerei angezettelt hatten.

Ein 50-Jähriger, der sich das Feuerwerk zum Abschluss von «Alye Parusa» in der Nacht auf den 24. Juni anschauen wollte, kam ums Leben. Wie Newsru.com schreibt, stand er nicht weit von seinem Haus an der 10. Linie der Wassili-Insel am Leutnant-Schmitt-Ufer, um das Geschehen zu beobachten. Im Gedränge der Zuschauer, die in dieser Nacht jeden Fussbreit des Flussufers besetzen verlor er das Gleichgewicht und fiel ins Wasser. Trotz intensiver Suche konnte er erst nach einer Stunde tot geborgen werden.

Das Schülerfest feiert dieses Jahr sein 50-Jahre-Jubiläum. Dieses Jahr nahmen wiederum etwa 80.000 SchülerInnen vorwiegend aus St. Petersburg und Gäste aus anderen Regionen daran teil. Nach dem Festkonzert auf dem Schlossplatz segelt auf der Newa die schwedische Brig «Tre Kronor» mit scharlachroten Segeln vorbei, begleitet von einem bombastischen Feuerwerk. Die Veranstaltung ist nur mit Eintrittskarten zugänglich, die zehntausenden ZuschauerInnen sorgen für ein grosses Gedränge während des Feuerwerks und an den Ein- und Ausgängen des Polizei-Kordons. Dieses Jahr fiel die Feier mitten in die Fussball-WM.

Argentinische Prügler sollen ausgeliefert werden

Die WM brachte trotz der insgesamt friedlichen Atmosphäre einige Negativschlagzeilen mit sich – die gravierendste der Zwischenfall während des Spiels Argentinien-Kroatien in Nischni-Nowgorod am 21. Juni als vier argentinische Fans einen Kroaten brutal zusammenschlugen. Das argentinische Justizministerium hat die russischen Behörden gebeten, die vier Schläger, die mittlerweile identifiziert wurden, festzunehmen und zur Verurteilung auszuliefern.

Weniger brutal, aber dennoch unschön war eine Szene im Moskauer Stadtzentrum am 20. Juni während des Spiels Portugal-Marokko als tunesische Fans einen israelischen Fussballfan beschimpften und auspfiffen. Später skandierten sie «Es lebe Palästina», blieben jedoch von der Polizei unbehelligt. Für Aufregung und laute Kritik sorgte auch das Verhalten der albanischen Spieler Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka in der schweizer Nationalmannschaft, die nach dem 2:1-Sieg der Schweizer über Serbien jubelnd den albanischen Adlergruss zeigten.

Besuchersperre für Hitlergruss in Wolgograd

Auch am Ende des Spiels Deutschland-Schweden am 23. Juni kam es zu einem Handgemenge als ein Mitglied des deutschen Trainerstabs vor seinen schwedischen Kollegen wegen des 2:1-Siegs applaudierte und dabei vom erbosten Trainer Janne Andersson weggeschubbst wurde. Mittlerweile haben sich die Deutschen jedoch bei den Schweden für dieses unadäquate Verhalten entschuldigt.

Ein 57-jähriger Fan aus England, der am Tag des Spiels England-Tunesien in Wolgograd öffentlich den Hitlergruss gezeigt hatte, wurde mit einem fünfjährigen Besuchsverbot für Fussballspiele belegt. Daneben waren auch andere britische Fans durch antisemitische Gesten und Äusserungen aufgefallen.

www.newsru.com

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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