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Wird der Fliegende Holländer bald „versenkt“?

Von   /  19. Juli 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Die Petersburger hatten sich schon fast an den schwimmenden Fitness-Club mit Restaurant in Form eines Segelschiffs gewöhnt, das seit fast einem Jahrzehnt neben der Peter- und Paulsfestung ankerte. Nun scheint das Ende für den stolzen Segler des Petersburger Magnaten Vadim Finkelstein gekommen zu sein.


Grund für das mögliche Verschwinden des „Fliegenden Holländers“ war die Verletzung des Mietvertrags mit dem Komitee für die Verwaltung des Stadteigentums (KUGI), der über viele Jahre toleriert wurde. So wie viele Restaurants am Newski während der Sommersaison ihr Territorium und ihren Umsatz mittels einer Sommerterrasse auf dem Trottoir vergrösserten, so wurde auch der Windjammer mit Hilfe eines Schwimmpontons auf der Newa-Seite für sonnenhungrige Gäste erweitert.

Ausserdem veranstaltete Finkelstein, der Präsident der Mix Fight-Vereinigung „M-1 Global“ ist, darauf jährlich Kampfsportwettkämpfe für seine Clubmitglieder – das, obwohl die Anbringung von Schwimmkörpern ausserhalb des Schiffs durch den Vertrag eindeutig untersagt werden. Im Juni hatte die Toleranz der Behörden ein plötzliches Ende, und der Vertrag wurde gekündigt.

Neue Politik der Stadtregierung gegenüber schwimmenden Lokalen

Zwar wird der Entscheid von der „OOO Letushi Gollandez“ gerichtlich angefochten, doch scheinen ihre Chancen auf Erfolg klein angesichts der neuen Politik der Stadtregierung gegenüber schwimmenden Lokalen jeglicher Art. Schon im vergangenen Jahr kam das Ende für die schwimmende Stritease-Bar „Sabava“ am Ufer der kleinen Newa sowie für den Restaurant-Segler „Kronwerk“, der direkt vor der Admiralität ankerte und in den Weissen Nächten den Postkarten-Blick auf die Peter- und Paulsfestung zwischen der hochgeklappten Schlossbrücke verdeckte.

Auch für das schwimmende Business-Center „Parus“ neben dem Petrowski-Stadion kam das Aus. Nachdem es ausgebrannt und gesunken war, wurde es unter Protest seines Besitzers abgeschleppt. Der Vertrag für ein geplantes weiteres Restaurant-Schiff am Leutnant-Schmitt-Ufer wurde kurzerhand von der Stadt gekündigt. Wenn sich die Politik von Gouverneur Poltawtschenko durchsetzt, so werden nur noch zwei schwimmende Lokale übrigbleiben – die Fregatte „Blagodat“ am Petrowskaja-Ufer unweit der „Aurora“ und das Restaurant „Okean“ unterhalb der Börsenbrücke. (eva)

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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