Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

„Wind und Wellen“ – Segelschiff „Roald Amundsen“ in Petersburg vor Anker

Von   /  8. Juli 2017  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

eva.- Im Rahmen des deutsch-russischen Jugendprojekts „Wind und Wellen und dem 60-Jahre-Jubiläum der Städtepartnerschaft Hamburg-St. Petersburg besucht die Brigg Roald Amundsen St. Petersburg. Bis am 9. Juli heisst es „Open Deck“ für alle, die gerne ein Segelschiff aus der Nähe betrachten möchten (Fotogalerie und Video).

Ganz am Ende des Leutnant-Schmitt-Ufers, wo auch der historische Eisbrecher „Krasin“, das U-Boot S-189 und das Segelschulschiff „Junij Baltiez“ vor Anger liegen, hat am 7. Juli auch die deutsche Brigg „Roald Amundsen* festgemacht. An Bord des Zweimasters sind tummeln sich Besucher und die Besatzung in ihrer schicken Montur mit dem „Wind und Wellen“-Signet.

Das Publikum ist neugierig und begeistert ab der archaischen Welt aus Masten, Seilen und Knoten. Die Besatzung, bestehend aus 15 Personen Stammmannschaft und 30 VolontärInnen aus Russland und Deutschland, wirken motiviert und gut gelaunt und geben gerne Auskunft über ihre Reise und die Motive, warum sie ihre Ferien auf einem Segler verbringen.

Teamgeist gefragt

Da ein Segelschiff ein Minimum an Privatsphäre und Komfort bietet, wird jede und jeder zum Bestandteil eines Kollektivs, das zusammenarbeiten muss und in dem man von der Kollegialität und Zuverlässigkeit des anderen abhängig ist. Einen Beweis dafür, wie gut das Team funktioniert, wurde auch beim Einlaufen in St. Petersburg erbracht, das die „Roald Amundsen“ nicht per Dieselmotor, sondern unter Segeln meisterte. Dafür wurde der Kapitän Ulrich Komorowski, der schon 16 Jahre auf der „Amundsen“ fährt, während der Eröffnung in St. Petersburg gelobt.

Die Vertreter der Stadt Petersburg, des deutschen Konsulats, des Deutsch-Russischen Begegnungszentrum, des Deutsch-Russischen Austauschs und der Baltischen Jacht-Woche, an der das Schiff ebenfalls teilnimmt, lobten das völkerverbindende Projekt und sicherten ihm ihre grösstmögliche Unterstützung zu.

Versorgungsschiff der DDR-Volksmarine

Das Segelprojekt „Wind und Wellen“ findet bereits zum zweiten Mal statt. Dieses Jahr umfasst es insgesamt vier Törns zwischen den baltischen Hafenstädten Kiel, Klaipėda, St. Petersburg, Turku, Stettin und Rostock. Dabei lernen rund 200 Jugendliche aus Russland und Deutschland im Alter zwischen 16 und 26 Jahren unter der Anleitung einer professionellen Schiffsbesatzung segeln.

Die „Roald Amundsen“ wurde 1952 in der DDR gebaut und diente viele Jahre der Volksmarine als Tank- und Versorgungsschiff. 1991 wurde das Schiff ersteigert und nach einem Umbau ab 1993 von den Eignern an den Verein „LebenLernen auf Segelschiffen e. V.“ verchartert.

Heimathafen der Roald Amundsen ist heute Eckernförde. Von hier aus unternimmt sie in den Sommermonaten meist Fahrten durch die gesamte Ostsee von der Dänischen Südsee bis ins Baltikum und auf der Nordsee. Im Herbst kreuzt die „Roald Amundsen“ in wärmere Gegenden, in denen sie den Winter verbringt, bis sie im Frühjahr wieder auf Heimatkurs geht.

Bis 9. Juli. Leutnant Schmitt-Ufer. Öffnungszeiten: 8.Juli von 12.00 bis 20.00, am 9. Juli von 12.00 bis 15.00 und 18.00 bis 20.00.

www.drb.ru
www.veterivolny.org

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

Weitere Artikel zu diesem Thema:

„Wind und Wellen“ – jugendliche Seeleute steuern Petersburg an

Schulschiff „Sedow“ nach Weltumseglung nach Petersburg zurückgekehrt

„The Tall Ship’s Races Baltic-2009“: Premier Putin zeichnete junge Matrosinnen und Matrosen aus

„The Tall Ship’s Races Baltic-2009“ in Petersburg angelaufen – Schulschiff „Mir“ liegt in Führung

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Regenbogen oder Regenkreis?

mehr…