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Wie funktioniert die Musikindustrie oder ….

Von   /  20. Januar 2009  /  Keine Kommentare

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mm. Warum wir die beste Musik nicht mehr zu hören bekommen…

Heimlich, aber nicht still und leise hat sich der 1.Alternative Musikkanal (A-ONE TV) in der TV und online Szene etabliert. Der seit 2005 via Satellit ausgestrahlte Sender begann erst Moskauer und inzwischen auch Russlandweit all denen Bands und Musikrichtungen eine Stimme zu verleihen, welche in den Mainstream Medien keine Chance haben.

Wir finden das ist bitter nötig, bekommen wir von der Menge der guten Musik in diesem Land ja nur ein „Bruchteil eines Promilles“ der guten Songs mit – dafür wird etablierte Musik in einer ewiger Endlosschleife bis zum Überdruss wiederholt.

Farben-Rassismus

Warum von den 10Tausenden Bands auch die 999 gute und geniale Bands aller Stilrichtungen keine Hörer finden, liegt an den strikten Programm und „Musikfarben“ – Vorgaben der Radio und TV Massenmedien. Das TV, jedoch noch stärker Radiostationen müssen ihre Zielgruppe „zielsicher“ erreichen. Aus diesem Grund werden bekannte Songs in viele kleine Stilschubladen zerlegt und nach sogenannten „Musik Farben“ einsortiert.

Sender und Musikredakteure sind nicht frei aus diesen Schemen auszubrechen, weil das die Werbekundschaft zumindest die Vorgesezten vergrault. Neue Lieder werden aber nicht in die „Farbegruppen“ aufgenommen, weil sie ja noch zu „unbekannt“ sind und auch ein Risiko darstellen. Eine Chance gespielt zu werden haben also pro Jahr – von den 10.000 immer professionelleren Produktionen der Gruppen – nur noch solche Produktionen, welche mit Macht, Geld oder Beiden in die breite Öffentlichkeit gedrückt werden.

Repetitive Wiederholung eines alten Reperoirs

Auch unkritischen Hörern fällt inzwischen auf, dass Programme eines Senders innerhalb von wenigen Tagen repetitive wiederholt werden. Die immer gleichen Oldies immer wieder die gleichen 80er 70er oder aktuellen Hits. – gleich einem Schwedentrunk – bis zum Erbrechen.

Die ewige Wiederholung, auch von guten Songs, gräbt und trampelt ihren akustischen Pfad in die Hirnwindungen bis dieses Übelkeit auslöst. Oder eben die gewünschte positive Emotion beim Hörer auslöst. Falls positiv, dann hilft die Repetition und Neues würde das inzwischen „gut konditionierte und trainierte Nervenkostüm“ der Hörer aus dem Alltag reissen.

Ist ein noch so schwaches Liedchen jedoch durch „sucht den Superstar“, „Starfabrik“ oder ähnlichen Fernsehproduktionen in aller Ohren, kommt die Radio „Industrie“ und springt dann auf den Zug auf – durch das Fernsehen ist die Neueaufnahme in den „Katalog“ eben auch kein Risiko.

No Pain no Gain

Im Gegenzug bedeutet das für den grossen ganzen Rest der Musiker – keine Platform, keine Bekanntheit, keine Radiopräsenz.

Was passiert aber mit den vielen leidenschaftlichen und teilweise hochprofessionellen Bands und deren Musik? Die sind bestenfalls im „Alternativen“ Segment bekannt und werden dort gehört.

D.H. Internet, Liveauftritte und Nebenjobs. Die Creme de la Creme der nicht in den Mainstreet Medien präsenten Musiker können nicht von Ihrer Arbeit leben. Schlimmer noch der normal Musikinteressent welcher nicht aktiv nach den „Perlen“ taucht und die Schätze im Internet oder bei Youtube „hebt“ – und das sind immer noch die meisten aller Bürger – bekommen von der Vielfalt des „Undergrunds“ in der Musik gar nichts mit.

Dabei wäre für jeden Geschmack etwas dabei.

Ausweg: Werden sie selbst aktiv!

Wenige Massenmedien unternehmen den Versuch, auch unbekannten Bands und Gruppen eine Chance zu geben. Eine Lobenswerte Ausnahem ist auch der 1.Alternative Musikkanal – www.a1tv.ru – oder 100TV.RU sowie die eine oder andere Lokalredaktion, in deren Herz sich ein Band gespielt hat.

Da bleibt also all diesen guten Musikern nichts anderes übrig als via Internetseite oder Live Auftritte den ganz langen harten Weg nach oben zu nehmen. So bleibt ein riesige Anzahl Musik höchster Qualität unerhört.

Was kann mann dagegen tun ?

Es war noch nie leichter als Heute neue Musik für Sich zu entdecken.
Stimmen sie mit den Ohren ab. Nehmen sie sich ab und zu ein bischen Zeit und suchen Sie sich aktiv die Musik Ihrer Richtung – Jazz, Disco, Rock oder ewas Progressives – und entdecken sie und unterstützen Sie ihre so gefunden „Perlen“ durch etwas Mundpropaganda.

Es gibt noch viel Gutes zu hören und zu Entdecken

Ein paar subjektive  „Einstiegs“ Ideen für Ihre Suche –  ohne Anspruch auf Vollständigkeit…

www.a1tv.ru
www.regiomusik.de
www.lounge-radio.com
www.kazantip.de
www.laut.de

www.dj-boutique.ru und das von uns „adoptierte“ Lable 3pbeats.ru sind bereits mehrfach bei uns erwähnt, aber immer für ein paar Überaschungen gut.

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