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Wichtiger denn je: 15 Jahre Deutsche Woche in St. Petersburg

Von   /  13. April 2018  /  Keine Kommentare

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eva.- An einer Pressekonferenz wurde die Deutsche Woche 2018 vorgestellt, die vom 18. bis 25. April über die Bühne gehen wird. Die deutsche Generalkonsulin Eltje Aderhold erinnerte daran, wie wichtig das völkerverbindende Projekt in Zeiten politischer Krisen geworden ist und stellte die Höhepunkte der diesjährigen Ausgabe vor.

Als einen Glanzpunkt der Woche erwähnte Aderhold das Konzert der Monika Roscher Bigband aus München. Die Bandleaderin ist E-Gitarristin, Sängerin und Vokalistin und leitet ein rund zwanzigköpfiges vorwiegend männliches Orchester. Dieses spielt ein Stilgemisch aus Jazz, Indie, Rock und Pop und hat sich mit prominenten Auftritten in Deutschland etabliert.

Ein weiteres kulturelles „Schwergewicht“ wird die Kollwitz-Barlach-Ausstellung im Russischen Museum sein. Damit kommen zwei wichtige deutsche Künstler nach St. Petersburg, die beide einen starken Bezug zu Russland hatten. Ein gesellschaftliches Grossereignis wird der „Fahrrad-Tag“ sein, an dem unter anderem ein Flashmob durchgeführt wird, bei dem die Teilnehmer ein riesiges Velo auf dem Schlossplatz darstellen werden.

Städtepartnerschaft wurde mitten im Kalten Krieg gegründet

Aderhold betonte die Wichtigkeit, trotz, bzw. gerade wegen der schwierigen politischen Situation mit der partnerschaftlichen Arbeit weiterzufahren. Die Deutsche Woche sei wichtiger denn je, meinte sie und erwähnte, dass die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Leningrad 1957 auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges gegründet worden sei. Sie wies bei dieser Gelegenheit auf die gute und enge Zusammenarbeit mit den Petersburger Behörden hin.

Günter Hasenkamp, Leiter des Petersburger Goethe-Instituts präsentierte die Broschüre des „CaféD“, das traditionell als Treff- und ständiger Veranstaltungsort eine Schlüsselrolle spielen wird. Er macht unter anderem auf das interessante Literatur-Programm zu Heinrich Böll und Lew Kopelew aufmerksam.

Optimistische Töne in der Wirtschaft

Cristian Altmann, der Leiter der AHK-Filiale Nordwestrussland machte ebenfalls auf einige Veranstaltungen des Wirtschaftsprogramms der Woche aufmerksam, darunter der „Startup Day“ und die Podiumsdiskussion über den Mittelstand in Bayern und Russland. Die mittelständischen Unternehmen erwiesen sich immer als krisenfest, sagte Altmann. Darum würde er gerne etwas zur Entwicklung der mittelständischen Wirtschaft in Russland beitragen.

Trotz der politisch abgekühlten Lage entwickelten sich die russisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen gut. So nahm das Aussenhandelsvolumen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent zu. Die meisten der in Russland ansässigen deutschen Firmen seien entschlossen zu bleiben und seien der Ansicht, dass 2016 die Talsohle der Krise durchschritten worden sei. Diesen optimistischen Tönen schloss sich auch Sergei Markow, stellvertretender Leiter des Petersburger Aussenministeriums an.

Deutsche Woche 18.-26. April 2018. Weitere Informationen unter: www.2018.deutsche-woche.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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