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Weitere „Säuberungsaktionen“ durch Petersburger Nationalisten

Von   /  12. August 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Vergangene Woche kam es wiederholt zu „Russischen Säuberungen“ – Pogrome, bei denen russische Nationalisten Märkte neben den Petersburger Metrostationen nach illegalen ausländischen Marktbetreibern durchsuchten, um sie zu vertreiben. Ausgelöst wurden die Aktionen durch das Geschehen in Moskau, wo nach einer Schlägerei zwischen einem Ausländer und einem Polizisten umfangreiche Kontrollen auf Märkten begannen und hunderte illegaler Gastarbeiter festgenommen wurden.

Die Petersburger Behörden nahmen eine Reihe von Nationalisten wegen Morddrohungen und Störung der öffentlichen Ordnung fest und begann ebenfalls damit, Gastarbeiter zu überprüfen. Am 6. August unternahmen Polizei, Omon-Sonderpolizei und Migrationsbehörde eine grossangelegte Kontrollaktion im zentralen Gemüselager am Prospekt Nepokarenich im Kalinski-Stadtbezirk.

Dabei überprüften sie rund 500 Personen, von denen  rund 300 zur weiteren Abklärung an den Migrationsdienst übergeben wurden. Das Lager wurde dieses Jahr bereits einmal nach illegalen Arbeitern abgesucht.

Wahlkampftaktik?

Kritiker meinen, dass die Aktionen in Moskau künstlich ausgelöst worden seien, damit sich der bisherige Moskauer Bürgermeister Sobjanin im Wahlkampf bewähren könne. Ansonsten würde sich jedoch nichts in der Migrationspolitik ändern, und illegale Marktarbeiter könnten wegen der korrupten Behörden ungestört weitder arbeiten.

Die Petersburger Behörden geben zu bedenken, dass man sehr wohl gegen die illegalen Marktstände vorgehe, dass Abteilungen, die mit den Kontrollen beschäftigt seien, jedoch personell völlig unterdotiert seien. (eva)

Bild: Eugen von Arb/SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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