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Wegen Ukraine-Konflikt: Merkel reist nicht zu Siegesfeier nach Moskau

Von   /  13. März 2015  /  Keine Kommentare

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spn.- Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wird der Militärparade zum 70. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg am 9. Mai in Moskau fernbleiben. Wie die deutsche Zeitung „Die Zeit“ unter Berufung auf regierungsnahe Quellen berichtet, hat die Kanzlerin diese Entscheidung vor wenigen Tagen getroffen. Der Grund dafür ist offensichtlich die Rolle Russlands im Ukraine-Konflikt. Ein Besuch der Siegesfeierlichkeiten in Moskau wäre ein Affront gegen die ukrainische Regierung gewesen, heißt es.

Laut der „Zeit“ hat Merkel eine Kompromisslösung gefunden. Sie will nun am 10. Mai nach Moskau reisen und zusammen mit Putin das Grabmal des unbekannten Soldaten an der Kremlmauer besuchen. Dort könne man „in Würde und gemeinsam“ des Zweiten Weltkriegs gedenken. Einen entsprechenden Vorschlag habe sie Putin telefonisch übermittelt, heißt es. Der Präsident habe zugestimmt.

Absagen westlicher Staaten

Die Bundeskanzlerin ist nicht die Einzige, die der Militärparade fernbleiben wird. Die Präsidenten Polens, Litauens, Lettlands und Estlands, Bronislaw Komorowski, Dalia Grybauskaitt, Andris Berzins und Toomas Hendrik Ilves, werden ebenfalls nicht nach Moskau kommen. Auch US-Präsident Barack Obama wird der Einladung nicht nachkommen. Als offizieller Grund wurde sein überfüllter Terminplan genannt. Ob Frankreichs Präsident Francois Hollande und der britische Premierminister David Cameron zu den Feierlichkeiten reisen. ist noch unklar.

Russland feiert den Jahrestag des Kriegsendes und den Sieg über Nazi-Deutschland traditionell mit einer Militärparade auf dem Roten Platz. Zu der Veranstaltung reisen gewöhnlich viele ausländische Spitzenpolitiker an. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat  Ende Januar bekanntgegeben, dass 20 ausländische Spitzenpolitiker ihre Teilnahme an den Feierlichkeiten in Moskau bestätigt hatten.

Bild: Kremlin.ru

www.sputniknews.com

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Bildimpressionen von der Petersburger Siegesparade 2013

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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